Das VSA: Programm Frühjahr 2018 ist im Netz!

Neue VSA: Bücher

Karl Marx
Das Kapital
Kritik der politischen Ökonomie | Erster Band
Buch I: Der Produktionsprozess des Kapitals
Neue Textausgabe, bearbeitet und herausgegeben von Thomas Kuczynski
800 Seiten | Hardcover mit USB-Card | € 19.80
ISBN 978-3-89965-777-7

Hajo Funke
Sicherheitsrisiko Verfassungsschutz
Staatsaffäre NSU: das V-Mann-Desaster und was daraus gelernt werden muss
240 Seiten | € 16.80
ISBN 978-3-89965-774-6

Björn Allmendinger/Joachim Fährmann/Klaudia Tietze (Hrsg.)
Von Biedermännern und Brandstiftern
Rechtspopulismus in Betrieb und Gesellschaft
Hustedter Beiträge zur politischen Bildung, Bd. 6
232 Seiten | € 14.80
ISBN 978-3-89965-772-2

Matthias van der Minde
Dialektik der Bombe
Chronologie und Kritik des atomaren Zeitalters
296 Seiten | € 24.80
ISBN 978-3-89965-783-8

Ingrid Artus/Peter Birke/Stefan Kerber-Clasen/Wolfgang Menz (Hrsg.)
Sorge-Kämpfe
Auseinandersetzungen um Arbeit in sozialen Dienstleistungen
336 Seiten | EUR 26.80
ISBN 978-3-89965-766-1

Jürgen Bönig
Karl Marx in Hamburg
Der Produktionsprozess des »Kapital«
184 Seiten | durchgängig farbig | Festeinband | viele bislang unveröffentlichte Fotos und historische Abbildungen | EUR 19.80
ISBN 978-3-89965-751-7

Frank Deppe
1917 | 2017
Revolution und Gegenrevolution
256 Seiten | EUR19.80
ISBN 978-3-89965-754-8

Joachim Bischoff / Fritz Fiehler / Stephan Krüger / Christoph Lieber
Vom Kapital lernen
Die Aktualität von Marx’ Kritik der politischen Ökonomie
192 Seiten | EUR 15.80
ISBN 978-389965-752-4

New York in den 1960er Jahren: In der 8. Straße werden die Sonntagsausgaben der New York Times gestapelt (Ullsteinbild/dpa)

»26. Dezember, 1967 | Dienstag

Weihnachten ist vorbei, und die New York Times hält schon wieder 68 Seiten für nötig, uns Kauf­möglichkeiten sowie auch die Welt darzustellen: Die Luftwaffe bombardiert von neuem im Norden Viet Nams. Feuer auf einem norwegischen Frachter im Hafen. Der Freistaat Bayern versteht sich als Brückenkopf gegenüber Osteuropa. Peking schweigt sich aus über seine Atomexplosion. Bürgermeister Lindsay bereut Fehler, gelobt Besserung und verfügt in seinem Hausbüro übrigens über eine versteckte Fernsehkamera, mit der er sich auf sechs new yorker Kanäle bringen kann. Nun wissen wir es; wer weiß wozu.

Einmal wird Marie über mich auch sagen: Meine Mutter war eine Leserin der New York Times; nicht als Indiskretion, als Kennzeichnung doch. So wird sie mich vergleichen mit Cresspahl in London, der aus dem Daily Herald die Labour Party hören wollte, mit Lisbeth Cresspahl, die nicht versehentlich den Manchester Guardian aus der Stadt mitbrachte, die in Meck­lenburg ganz zufrieden war, daß es da nur noch den Lübecker General-Anzeiger zu abonnieren gab und nicht den Volksboten, sozial­demokratisch, verboten, ausgeräubert. (…)«

Uwe Johnson, Jahrestage


Uwe Johnson hat in den »Jahrestagen« die ­tiefen ­sozialen und politischen Umbrüche zwischen dem 21. August 1967 und dem 20. August 1968 ­beschrieben und den Bogen weit über die zeitlichen und natio­nalen Horizonte hinaus gespannt. Auch seinen Bezug auf die Träger der Übermittlung von guten wie schlechten Nachrichten halten wir heute noch für bedenkenswert.

50 Jahre später sehen wir eine erneute Zäsur mit möglicherweise noch weiterreichenden Umbrüchen. Wir wollen uns dieser Herausforderung stellen, ihre Hintergründe aufhellen und für progressive ­Alternativen werben.

Als Verlag und Zeitschrift geht das nur gemeinsam mit Autor*innen und Unterstützer*innen. Für die Zusammenarbeit bedanken wir uns an der Wende zum Neuen Jahr ganz herzlich.

Joachim Bischoff, Richard Detje, Marion Fisch, Julia Koppke, Christoph Lieber, Bernhard Müller, Björn Radke, Katrin Reimann, Bernhard Sander, Klaus Schneider, Gerd Siebecke, Johannes Tesfai

VSA: Verlag | Redaktion Sozialismus | WISSENTransfer

Hamburg, im Dezember 2017

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