Aktuelle Termine

Hier informieren wir über politische Veranstaltungen und interessante andere Termine.
Informationen und Anregungen bitte per Fax [040 | 28 09 52 77-50] oder an unsere eMail-Adresse schicken: redaktion@sozialismus.de

25. Mai 2017Berlin | 11:00 Uhr | Emmaus-Kirche, Lausitzer Platz 8a

Bodo Ramelow, Ulrich Duchrow und Katja Strobel: Mit Luther, Marx & Papst den Kapitalismus überwinden?

Im Rahmen des Evangelischen Kirchentags in Berlin und Wittenberg stellt der Thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow am Himmelfahrtstag in der Emmaus-Kirche Ulrich Duchrows Flugschrift Mit Luther, Marx & Papst den Kapitalismus überwinden vor. Anschließend diskutieren die beiden gemeinsam mir Dr. Katja Strobel vom Institut für Theologie und Politik in Münster darüber, was von Martin Luther, Karl Marx und Papst Franziskus für die Gestalung einer nachhaltigen und gerechten Gesellschaft zu lernen ist. Moderation: Wolfgang Kessler, Chefredakteur von Publik-Forum.

26. Mai 2017Berlin | 14:30 Uhr | Kirchentag, Markt der Möglichkeiten/Messe Berlin: Meetingbridge A zwischen Halle 2.2 und Halle 7; Raum Lindau 4

Reformation und Revolution: Luther, Müntzer, Marx

Ulrich Duchrow (Professor für systematische Theologie an der Universität Heidelberg, Mitbegründer von Kairos Europa) und Autor der Flugschrift Mit Luther, Marx & Papst den Kapitalismus überwinden, diskutiert mit Angelika Klein (Landrätin Landkreis Mansfeld-Südharz) und Michael Ramminger (Institut für Theologie und Politik) über das emanzipative aber auch herrschafts- und kapitalismuslegitimierende Erbe der europäischen Reformationsbewegungen. Es geht u.a. um Karl Marx, die 94 Thesen von KAIROS Europa, die Erklärung des Ökumenischen Rates, Busan 2013 und das Lehrschreiben Evangelii Gaudium von Papst Franziskus, also um eine Kapitalismusanalyse auf der Höhe der Zeit und um die Frage nach gesellschaftlichen Alternativen: Wie ist unter heutigen Bedingungen eine »Reformation« der kapitalistischen Gesellschaft möglich und was wären Alternativen. Moderation: Cornelia Hildebrandt (Rosa-Luxemburg-Stiftung). Achtung: Teilnahme nur mit Eintrittskarte zum Kirchentag.

26. Mai 2017Berlin | 16:30 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1

Jenseits der Wachstumszwänge: Wohlstand – wie anders?

Wie kann Wohlstand und ein gutes Leben für jede und jeden anders, nämlich ökologisch und sozial gerecht geschaffen werden? Es diskutieren Sabine Leidig (verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag), Michael Müller (ehemal. SPD-MdB, heute Präsident der Naturfreunde Deutschlands und Herausgeber der Zeitschrift »Movum«) und Ulrich Brand (Professor für Internationale Politik an der Universität Wien, Herausgeber der VSA: Flugschrift Lateinamerikas Linke). Alle drei waren Mitglieder der Enquete-Kommission »Wohlstand, Wachstum, Lebensqualität« des Deutschen Bundestages (2011-2013). Moderation: Dagmar Enkelmann (Vorsitzende des Vorstandes der Rosa-Luxemburg-Stiftung)

26. Mai 2017Berlin | 19:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1

Zukunftsorientierte Politik jenseits der »imperialen Lebensweise«

Markus Wissen (Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin, und Redaktionsmitglied der Zeitschrift »Prokla«) stellt das gemeinsam von ihm und Ulrich Brand verfasste Buch »Imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus« (oekom-Verlag) vor. Kommentare zum Buch gibt es zudem von Gundula Ludwig (Universität Wien) und Ulrich Duchrow (Universität Heidelberg, Mitbegründer von Kairos Europa und Autor der Flugschrift Mit Luther, Marx & Papst den Kapitalismus überwinden). Moderation: Michael Brie (Institut für Gesellschaftsanalyse der RLS und Autor des hellblauen VSA: Bändchens Lenin neu entdecken).

1. Juni 2017Berlin | 17:00 Uhr | Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastr. 28

Ungleichheit im Fokus

Einkommens- und Vermögensungleichheit verschärfen nicht nur gesellschaftliche und individuelle Probleme, sondern hemmen auch das Wachstum. Der Anstieg der Einkommensungleichheit wird als eine wesentliche Ursache der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise betrachtet. Wie lässt sich Ungleichheit begegnen? Was sind Instrumente einer gerechteren Steuer- und Abgabenpolitik? Darüber diskutieren Achim Truger (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin), Markus Henn (weed), Dierk Hirschel (ver.di) sowie der SPD-MdB Lothar Binding.

9. Juni 2017Aachen | 18:00 Uhr | RWTH, HKW 5, Wüllnerstr. 1, Hörsaal 1132/603

Marx aktuell

Autoren von Zurück zum Original – Zur Aktualität der Marxschen Theorie (hrsg. von Johannes Schillo, VSA 2015) stellen Thesen ihres Buchs unter dem Titel »Was können wir bei Marx übers Geld lernen?« bei einer Veranstaltung der DGB-Jugend Aachen vor und befassen sich mit der Frage nach Leistung und Aktualität der Marxschen Theorie. Kontakt: redcat@posteo.de.

12. Juni 2017Berlin | 18:30 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1

Geschlechterverhältnisse und Reproduktion in Marx‘ Kapital

Marx hat keine »Gender«-Theorie entwickelt. Trotzdem sind seine Schriften ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der Funktion von Geschlecht in der kapitalistischen Gesellschaft. Seine Theorie der historischen Transformation sowie seine Analyse der Mechanismen kapitalistischer Akkumulation und Ausbeutung tragen zum Verständnis der Geschlechterverhältnisse bei. »Luxemburg Lecture« der italienisch-amerikanischen Feministin Silvia Federici.

13. Juni 2017Hamburg | 19:00 Uhr | Curio Haus, Rothenbaumchaussee 15

Krise am Kap

Die vom ANC geführte Regierung Südafrikas hat nach dem Ende der Apartheid demokratische Freiheiten und wichtige soziale Verbesserungen erreicht, zur grundlegenden gesellschaftlichen Umgestaltung kam es jedoch nicht. Nach wie vor lebt ein großer Teil der überwiegend schwarzen Bevölkerung in Armut und Arbeitslosigkeit. Der ANC hat bei den Kommunalwahlen 2016 erstmals nennenswert an Stimmen und Einfluss verloren. Zu den frühen Kritikern von Präsident Zuma gehört Denis Goldberg. Er stellt seine Sicht des his­torischen Kampfes in Südafrika und die heutigen Probleme des Landes vor.

14. Juni 2017Stendal | 18:00 Uhr | Roter Salon Gertraudenhospital, Scharnhorststr. 1

Revolution im Norden Syriens

Seit 2012 ist die kurdische Region im Norden Syriens – Rojava – unter Selbstverwaltung der dortigen Bevölkerung. In Rojava wird durch Selbstorganisation und Basisdemokratie eine gesellschaftliche Alternative praktiziert: Rätestrukturen fördern die Mitbestimmung der Bevölkerung, die Produktion von Nahrungsmitteln ist kollektiviert und auch die Teilhabe der nicht-kurdischen Bevölkerungsteile wurde ermöglicht. Ein Beispiel für eine fortschrittliche und solidarische Entwicklung in einem zunehmend militarisierten Konflikt sowie ein Beispiel für eine Revolution der Frauen. Anja Flach, Informationsstelle Kurdistan, Mitautorin von Revolution in Rojava. Frauenbewegung und Kommunalismus zwischen Krieg und Embargo, VSA 2016, berichtet von ihren Erfahrungen.

15. Juni 2017Berlin | 19:00 Uhr | Helle Panke, Kopenhagener Str. 9

Der deutsche Exportüberschuss

Deutschland erzielt seit der Euro-Einführung permanent hohe Exportüberschüsse. Die dominierende neoklassische Denkschule preist das als Zeugnis internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Nicht hohe Exportquoten sind das Problem, sondern permanent hohe Exportüberschüsse. Sie manifes­tieren eine anhaltende Importschwäche des eigenen Landes und bringen andere Länder in eine dauerhafte Defizitposition bzw. Schuldenfalle mit dramatischen Folgen. Was also tun gegen ein exorbitantes Außenhandelsungleichgewicht, das Handelskriege provozieren kann? Referentin: Christa Luft, Moderation: Klaus Steinitz.

17. Juni 2017Frankfurt a.M. | 10:00 Uhr, DGB-Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77

Digitale Revolution

Digitalisierung ist das große Thema in der Arbeitswelt: mobiles Internet, explosions­artige Erweiterung von Speicher- und Überwachungsmöglichkeiten, »künstliche Intelligenz« und »smarte« Technologien. Die Machtressourcen sind indes ungleich verteilt. Betriebsräte können von Mitbestimmungsrechten kaum Gebrauch machen. Einerseits ist Digitalisierung ein gigantisches Rationalisierungsprogramm, andererseits Potenzial für eine Humanisierung der Arbeitswelt. Ob und wie Chancen realisiert werden können, hängt in ers­ter Linie von der Durchsetzungsmacht und den Strategien der abhängig Beschäftigten und ihrer Organisationen ab. Die Fachtagung »Digitalisierung und Arbeit« soll progressive Wissenschaft und GewerkschafterInnen zusammenzubringen. Eröffnungsbeiträge von Sabine Pfeiffer (Uni Hohenheim) und Hans-Jürgen Urban (IG Metall Vorstand). Anmeldung: arbeit.digitalisierung@rosalux.org

20. Juni 2017Köln | 19:30 Uhr | Friedensbildungswerk, Obermarspforten 7-11

Die Angst der Linken vor der »Inneren Sicherheit«

Terroranschläge wie in Berlin werden genutzt, um Angst in der Bevölkerung zu schüren und von ihr getragen den Überwachungsstaat auszubauen. Innere Sicherheit – nur ein Thema für die Rechten? Das ist zu kurz gesprungen. Gerade die Schwächsten sind auf schützende (Staats-)Strukturen angewiesen. Sie haben einen Anspruch auf friedliches Zusammenleben und die Abwesenheit von Gewalt. Aber wie kommen wir dahin? Mit mehr Polizei, mehr Telefon- und  Videoüberwachung? Ingar Solty, Referent für Friedens- und Sicherheitspolitik am Institut für Gesellschafts­analyse der RLS, hat sich auf die Suche nach wirksamen und demokratischen Antworten auf das Bedürfnis nach Sicherheit begeben.

28. Juni 2017Schwäbisch Hall | 19:30 Uhr | Haus der Bildung, Salinenstr. 6

Umfairteilen

Seit Jahrzehnten nehmen in Deutschland und weltweit soziale Ungleichheit, Unsicherheit und Ungerechtigkeit zu. Der Sozialstaat in Deutschland wird finanziell immer weiter ausgetrocknet, öffentliche Investitionen gibt es kaum noch. Zugleich werden Steuern auf große Vermögen, hohe Einkommen und Gewinne gesenkt und Kapitalmärkte entfesselt. Viele Konzerne drücken sich notorisch vor der Steuer. Der Referent Ralf Krämer arbeitet im Bereich Wirtschaftspolitik der Gewerkschaft ver.di und ist Mitglied im bundesweiten Bündnis »Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!«

29. Juni 2017Hamburg | 19:00 Uhr | Universität, Allendeplatz 1 (Pferdestall)

»Freiheit« und »Menschenrechte« – Was bedeuten diese Begriffe im Kapitalismus?

Eine politisch-philosophische Diskussion anhand des Beispiels Eritrea. Die Begriffe »Freiheit« und »Menschenrechte« sind zentrale Bestandteile der gegenwärtig herrschenden Ideologie. Sie werden auch genutzt, um Kritik an Staaten heranzutragen, die sich bewusst vom westlichen Entwicklungsweg abgrenzen. Die marxsche Kritik der politischen Ökonomie hat jedoch gezeigt, wie stark diese Begriffe mit dem Kapitalismus verflochten sind. Der Kapitalismus ist ein Herrschaftsverhältnis, das nach Ausdehnung strebt. Das Kapital lässt es nicht zu, von bestimmten Regionen der Welt ausgeschlossen zu sein. Wie ist dann die Berufung auf Freiheit als Wert einzuschätzen? Wie ernst müssen emanzipatorische Bewegungen die Menschenrechte nehmen? Akzeptieren wir z.B. angesichts der Unterdrückung, die im Namen von Religion ausgeübt wird, ein Menschenrecht auf freie Religionsausübung? Ist es politisch neutral, weltweit die Einhaltung von »Menschenrechten« einzufordern?
Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe. Kontakt: info@masch-hamburg.de

Zurück