Aktuelle Termine

Hier informieren wir über politische Veranstaltungen und interessante andere Termine.
Informationen und Anregungen bitte per Fax [040 | 28 09 52 77-50] oder an unsere eMail-Adresse schicken: redaktion@sozialismus.de

19. November 2017Hamburg | 14:00 Uhr | Heinrich-Heine-Denkmal auf dem Rathausmarkt

Auf den Spuren von Karl Marx in Hamburg!

Ein Rundgang mit Jürgen Bönig. Am 9. September 1867 wurde der erste Band von »Das Kapital« ausgeliefert – vom Verlag Otto Meissner in Hamburg. 150 Jahre später hat der Hamburger Historiker und Autor Jürgen Bönig in seinem Buch Karl Marx in Hamburg, Der Produktionsprozess des »Kapital« die Gründe beschrieben, die Marx fünf Mal zu nicht ganz unwichtigen Anlässen nach Hamburg führten. 1845, 1849, 1867, 1869 und 1874 kam er dabei in Kontakt mit der Oppositionsbewegung und der entstehenden Arbeiterbewegung, die Marx nicht nur die Veröffentlichung seines ökonomischen Hauptwerkes in Hamburg im Verlag von Otto Meissner in der Bergstraße 26 ermöglichten. Wir begeben uns mit Jürgen Bönig auf einem Rundgang zu den meisten der 17 Orte, die Karl Marx in geringer Entfernung zum neu entstehenden Hamburger Rathaus aufsuchte und lernen anhand zeitgenössischer Fotos Gebäude, Personen und Anlässe seiner Hamburg-Besuche kennen.
Eine Veranstaltung der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft. Anmeldung bis jeweils zum Donnerstag vor dem Veranstaltungstermin: Siri.Keil@linksfraktion-hamburg.de

20. November 2017Bremen | 18:00 Uhr | Festsaal der Bürgerschaft

Widerstand lohnt sich!

Unter diesem Titel lädt die Bremische Bürgerschaft für den 20. November zur Buchvorstellung, Lesung und Diskussion ein. Ab 18 Uhr wird im Festsaal der Bürgerschaft das dann druckfrische Buch Widerstand lohnt sich! Die Geschichte der Bremer Hütte oder: Warum wird heute noch in Bremen Stahl produziert? vorgestellt. Darin schildert der Historiker Karl Lauschke – unter Mitwirkung der ehemaligen Betriebsräte Peter Sörgel und Eike Hemmer – die langjährigen Aktivitäten der Belegschaftsvertretung für die erst in den 1950er Jahren errichtete Hütte und ihre dramatische Rettung Anfang der 1990er Jahre. Nach einem Vortrag des Autors werden von Peter Lüchinger (Bremer Shakespeare Company) Textpassagen gelesen, BelegschaftsvertreterInnen von heute kommen zu Wort, und es diskutieren Volker Stahmann (Geschäftsführer IG Metall Bremen), Rainer Blaschek (ArcelorMittal Bremen) und Bremens Bürgermeister Carsten Sieling.

24. November 2017bis 26.11. | Hamburg | 18:00 Uhr | Fachbereich Sozialökonomie der Uni, Von-Melle-Park 9

Herbert Schui-Symposium

In Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Workshops setzen sich Kolleg_innen und Weggefährt_innen von Herbert Schui mit aktuellen ökonomischen, sozialen und politischen Herausforderungen wie der Entwicklung von Gegenperspektiven zum Neoliberalismus, der Krise der EU, Handeln gegen Rechts sowie der Gestaltung von Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung auseinander. U.a. mit Werner Goldschmidt, Stephanie Blankenburg, Klaus Ernst, Lucas Zeise, Rudolf Hickel, Norman Paech, Fabio de Masi, Ingar Solty, Rainer Volkmann, Torsten Bultmann. Infos: fsr-sozialoekonomie.de/schui-symposium/

25. November 2017Hannover | 10:00 Uhr | DGB-Haus, Otto-Brenner-Str. 1

Automobile Wertschöpfungsketten

Elektromobilität, autonomes Fahren, neue Mobilitätskonzepte, Digitalisierung der Produktions­netzwerke: Wer treibt die Trends in der Autoindustrie voran? Welche Interessen verbergen sich dahinter, wenn die Privatisierung des Verkehrs fortgesetzt, Eigentums- und Verteilungsfragen ebenso wie demokratische Teilhabe und Kontrolle in Betrieben und Gesellschaft ausgeblendet werden? Welche Veränderungen im System Auto sind Voraussetzungen für eine Verkehrs- und Energiewende? Konferenzprogramm: www.rosalux/Veranstaltungen

29. November 2017+ 30.11. | Berlin | 14:00 Uhr | Kalkscheune, Johannisstr. 2

WSI-Herbstforum 2017

Im Frühjahr hat die EU Kommission einen Vorschlag zur Weiterentwicklung des sozialen Europas gemacht. Liegt darin ein sozialpolitischer Fortschritt in der EU trotz gleichzeitiger Austeritätspolitik in den Krisenländern? Wie können und müssen heute soziale Rechte definiert werden? Welches sind die besten Maßnahmen zu ihrer Umsetzung, wo gibt es Durchsetzungs- und Sanktionsdefizite? Wie kann man den Prozess am besten stärken und welche Hindernisse sind zu überwinden? Diese Fragen werden mit Wissenschaftler_innen und Praktiker_innen diskutiert. Programm: www.boeckler.de/veranstaltung_wsi_110260.htm

30. November 2017Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Bürgerhaus Bockenheim, Schwälmerstr. 28

Alle reden vom Kapitalismus – wir auch!

Ulrich Duchrow (Professor für systematische Theologie an der Universität Heidelberg) stellt sein neues Buch Mit Luther, Marx & Papst den Kapitalismus überwinden vor, Frank Deppe (Professor für Politologie an der Universität Marburg) und Pfarrerin Jutta Jekel (Hoffnungsgemeinde in Frankfurt) kommentieren, Franz Segbers (Universität Marburg) moderiert.
Die Thesen von Ulrich Duchrow: Luther lehnt den Frühkapitalismus als System ab. Genau deshalb lobt Karl Marx den Reformator Martin Luther als »ersten deutschen Nationalökonom«. »Akkumuliert, akkumuliert, akkumuliert – das ist Moses und die Propheten«, so fasst Marx den Wachstumszwang des Kapitalismus zusammen. Die kapitalismuskritische Dimension der Reformation wurde in all den Feierlichkeiten kaum bedacht. Für Luther war der Frühkapitalismus ein »weiter Stall von großen Dieben« und diese Diebe sind Mörder, weil sie den Menschen die Nahrung rauben. Das gleiche sagt heute Papst Franziskus mit seinem Wort »Diese Wirtschaft tötet«. So fasst der Papst die mörderische Unmenschlichkeit des Kapitalismus zusammen und dringt auf die Überwindung einer Gesellschaftsordnung, die den Profit über den Menschen stellt. Der Kapitalismus hat eine große Legitimationskrise, weil er Menschheit, andere Mitgeschöpfe und die Erde insgesam in eine immer gefährlichere Krisen stürzt. Zwei seiner schärfsten Kritiker waren Luther und Marx, deren Anklagen von Papst Franziskus zugespitzt werden.
Eine gemeinsame Veranstaltung von Martin-Niemöller-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen und der Leserinitiative Publik-Forum e.V.

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