29. Juni 2017 Hamburg | 19:00 Uhr | Universität, Allendeplatz 1 (Pferdestall)

»Freiheit« und »Menschenrechte« – Was bedeuten diese Begriffe im Kapitalismus?

Eine politisch-philosophische Diskussion anhand des Beispiels Eritrea. Die Begriffe »Freiheit« und »Menschenrechte« sind zentrale Bestandteile der gegenwärtig herrschenden Ideologie. Sie werden auch genutzt, um Kritik an Staaten heranzutragen, die sich bewusst vom westlichen Entwicklungsweg abgrenzen. Die marxsche Kritik der politischen Ökonomie hat jedoch gezeigt, wie stark diese Begriffe mit dem Kapitalismus verflochten sind. Der Kapitalismus ist ein Herrschaftsverhältnis, das nach Ausdehnung strebt. Das Kapital lässt es nicht zu, von bestimmten Regionen der Welt ausgeschlossen zu sein. Wie ist dann die Berufung auf Freiheit als Wert einzuschätzen? Wie ernst müssen emanzipatorische Bewegungen die Menschenrechte nehmen? Akzeptieren wir z.B. angesichts der Unterdrückung, die im Namen von Religion ausgeübt wird, ein Menschenrecht auf freie Religionsausübung? Ist es politisch neutral, weltweit die Einhaltung von »Menschenrechten« einzufordern?
Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe. Kontakt: info@masch-hamburg.de

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