11. Juli 2021 Redaktion Sozialismus.de: Zum Tod von Esther Bejarano

Mir lebn ejbig

Unter dieser Überschrift informierte die Familie von Esther Bejarano und das Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. über das Ableben der 96-jährigen Antifaschistin.

Wir dokumentierten diese Information und verweisen zugleich auf die Stellungnahme Vereinigung der Verfolgten des Naziregimmes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), deren Ehrenpräsidentin sie war, sowie auf die Meldung der ARD-Tagesschau mit zahlreichen Verweisen auf Interviews mit ihr sowie Würdigungen ihrer Persönlichkeit und ihres Engagements gegen Rechts (u.a. von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und des Erstens Bürgermeisters ihrer Wahlheimat Hamburg, Peter Tschentscher). Auch wir verneigen uns vor dieser großartigen Frau.


Die Nacht war dunkel. Am frühen Morgen des 10. Juli 2021 ist Esther Bejarano im Alter von 96 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit von uns gegangen.

Sie war nicht allein, ihre Familie und ihre Freundinnen und Freunde waren in den letzten schweren Tagen bei ihr.

Wir trauern gemeinsam mit ihrer Familie um diese großartige, mutige und unerschütterliche Frau, Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück, Antifaschistin, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees und Ehrenpräsidentin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Sängerin, Zeugin der Zeit.

Heute wollen wir innehalten. Und schweigen und trauern.

Um dann Esther Bejaranos Auftrag zu erfüllen: »Nie mehr schweigen, wenn Unrecht geschieht. Seid solidarisch! Helft einander! Achtet auf die Schwächsten! Bleibt mutig!. Ich vertraue auf die Jugend, ich vertraue auf euch! Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!«

Familie Bejarano und das Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Quelle: https://www.sozialismus.de/kommentare_analysen/detail/artikel/mir-lebn-ejbig/