Mittwoch, 11.3.2026 | 18 Uhr | online
Ende oder Renaissance sozialistischer Utopien?

Streitgespräch zwischen Christoph Lieber und Joachim Bischoff über dessen Buch. Zugang über diesen Link.

Garnet Alps/Carsten Maaß/Uwe Stoffregen
Gewerkschaft, ja bitte!
Ein Handbuch für Betriebsräte, Vertrauensleute und Aktive
5. aktualisierte Ausgabe 2026
Mit einem Vorwort von Ralf Reinstädtler (geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall)
480 Seiten | Hardcover | € 24.80
ISBN 978-3-96488-250-9

Jan Schulze-Husmann/Peter Trinogga/Aktivenkreis Bundesanzeiger (Hrsg.)
Streik doch einfach mit!
138 Tage Arbeitskampf beim DuMont-Konzern
WIDERSTÄNDIG
168 Seiten | in Farbe | € 12.00
ISBN 978-3-96488-246-2

Laura Bremert/Markus Hoppe/Bettina-Johanna Krings/Werner Schmidt (Hrsg.)
Der Betrieb als sozialer Ort im Umbruch
Kollegialität und Solidarität trotz Homeoffice, New Work und Agilität?
184 Seiten | € 16.80
ISBN 978-3-96488-247-9

Rolf Rosenbrock
Selbstgestaltung und Soziale Arbeit
Erkenntnisse und Positionen zur Wohlfahrtspflege: gegen Armut und Opferschelte
152 Seiten | € 14.80
ISBN 978-3-96488-260-8

Klaus Weber
Kampfblatt des autoritären Liberalismus
Die Frankfurter Allgemeine als Wegbereiterin von »Kriegstüchtigkeit«
168 Seiten | € 14.80
ISBN 978-3-96488-258-5

Gine Elsner
Was wir von Corona lernen könnten
Über die Entstehung, Eindämmung und den politischen Umgang mit einer Pandemie
176 Seiten | € 14.80
ISBN 978-3-96488-256-1

Joachim Bischoff
Ende oder Renaissance sozialistischer Utopien?
Von Engels’ »Anti-Dühring« zum Epochenbruch am Ende des Zeitalters der Erschöpfung
256 Seiten | € 16.80
ISBN 978-3-96488-172-4

20. September 2012 Redaktion Sozialismus | Team des VSA: Verlag

Santiago Carrillo (1915-2012) verstorben

Am 18.9.2012 verstarb in Madrid im Alter von 97 Jahren der ehemalige Generalsekretär der Kommunistischen Partei Spaniens (PCE) Santiago Carrillo. Unter seiner Führung begannen die spanischen Kommunisten eine kritische Haltung zu den Deformationen in den sozialistischen Länder zu entwickeln, so verurteilten sie 1968 den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes.

Verbunden war dies mit einer kritischen Bewertung der eigenen Positionen und der Entwicklung neuer strategischer Optionen für die Linke. Im Interview zur deutschen Ausgabe des Interview-Bandes Spanien nach Franco (erschienen 1975 bei VSA, Gesprächspartner in dem Band waren Régis Debray und Max Gallo) formulierte er: »Zu anderen Zeiten haben wir Kommunisten die sozialdemokratischen Parteien fast als unseren Hauptfeind angesehen. Diese Taktik hat weder den Kommunisten noch den Sozialdemokraten geholfen, den Sieg des Faschismus zu verhindern, noch dazu beigetragen die Sache des Sozialismus voranzutreiben. Ganz im Gegenteil.«

Dies führte ihn schließlich auch zu einer theoretischen Neubewertung von Staat und Gesellschaft, der ideologischen Staatsapparate und zum Modell des Demokratischen Sozialismus, die er in dem ebenfalls bei VSA: im Jahr 1977 veröffentlichen Buch »Eurokommunismus« und Staat zur Diskussion gestellt hat.

Gemeinsam mit George Marchais (PCF) und Enrico Berlinguer (PCI) – das Foto zeigt ihn auf der gemeinsamen Konferenz in Madrid im Jahr 1977 – setzte er sich für eine eurokommunistische Erneuerung mit dem Versuch ein, »die Herausforderungen sozialistischer Strategien in der Dritten Welt, die politisch-theoretischen Innovationen eines ›westlichen Marxismus‹(Perry Anderson) sowie die Deformationen einer staatssozialistischen Transformationskonzeption in einer ›integralen‹ politischen Konzeption zu verarbeiten. Heraus kamen Ansätze einer zivilgesellschaftlichen Sozialismuskonzeption, die angesichts der gegenwärtigen Krise der politischen Repräsentanz in den meisten entwickelten kapitalistischen Demokratien immer noch politisch unabgegolten sind.« (Christoph Lieber in Sozialismus 5-2002).

Eine ausführliche Würdigung des Lebens und Wirkens von Santiago Carrillo erscheint in Heft 11-2012 von Sozialismus.

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