»Wer nicht hören will, wird bestreikt!«

27.2.2024 | Berlin | 18:00 Uhr, Münzenbergforum, Franz-Mehring-Platz 1
Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor Claus-Jürgen Göpfert und Jürgen Hinzer, um dessen Arbeitskampf-geschichten in der NGG es in dem Buch geht. Mit einem Grußwort von Dr. Johannes Specht, Leiter der NGG-Tarifabteilung. Moderation: Holger Kloft, Geschäftsführer ver.di Mitgliederservice. Eine gemeinsame Veranstaltung der ver.di Service GmbH mit dem ver.di Bezirk Berlin, dem NGG Landesbezirk Ost und dem Münzenbergforum.

Felix Jaitner
RUSSLAND: Ende einer Weltmacht
Vom autoritär-bürokratischen Staatssozialismus mit Ressourcenextraktivismus und Kriegswirtschaft in die Zukunft?
296 Seiten | Hardcover | EUR 29.80
ISBN 978-3-96488-190-8

Hajo Funke
Die Höcke-AfD
Eine rechtsextreme Partei in der Zerreißprobe
136 Seiten | EUR 10.00
ISBN 978-3-96488-093-2

Frank Deppe
Zeitenwenden?
Der »neue« und der »alte« Kalte Krieg
176 Seiten | EUR 14.80
ISBN 978-3-96488-197-7

Peter Wahl
Der Krieg und die Linken
Bellizistische Narrative, Kriegsschuld-Debatten und Kompromiss-Frieden
Eine Flugschrift
100 Seiten | Euro 10.00
ISBN 978-3-96488-203-5

Jörn Schütrumpf
Deutsche mit Anstand
Der »Bund Neues Vaterland« wird »Deutsche Liga für Menschenrechte«
Eine Veröffentlichung der Rosa-Luxenburg-Stiftung
176 Seiten | EUR 14.80
ISBN 978-3-96488-185-4

Heiner Dribbusch
STREIK
Arbeitskämpfe und Streikende in Deutschland seit 2000 – Daten, Ereignisse, Analysen
376 Seiten | Hardcover | EUR 29.80
ISBN 978-3-96488-121-2

20. September 2012 Redaktion Sozialismus | Team des VSA: Verlag

Santiago Carrillo (1915-2012) verstorben

Am 18.9.2012 verstarb in Madrid im Alter von 97 Jahren der ehemalige Generalsekretär der Kommunistischen Partei Spaniens (PCE) Santiago Carrillo. Unter seiner Führung begannen die spanischen Kommunisten eine kritische Haltung zu den Deformationen in den sozialistischen Länder zu entwickeln, so verurteilten sie 1968 den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes.

Verbunden war dies mit einer kritischen Bewertung der eigenen Positionen und der Entwicklung neuer strategischer Optionen für die Linke. Im Interview zur deutschen Ausgabe des Interview-Bandes Spanien nach Franco (erschienen 1975 bei VSA, Gesprächspartner in dem Band waren Régis Debray und Max Gallo) formulierte er: »Zu anderen Zeiten haben wir Kommunisten die sozialdemokratischen Parteien fast als unseren Hauptfeind angesehen. Diese Taktik hat weder den Kommunisten noch den Sozialdemokraten geholfen, den Sieg des Faschismus zu verhindern, noch dazu beigetragen die Sache des Sozialismus voranzutreiben. Ganz im Gegenteil.«

Dies führte ihn schließlich auch zu einer theoretischen Neubewertung von Staat und Gesellschaft, der ideologischen Staatsapparate und zum Modell des Demokratischen Sozialismus, die er in dem ebenfalls bei VSA: im Jahr 1977 veröffentlichen Buch »Eurokommunismus« und Staat zur Diskussion gestellt hat.

Gemeinsam mit George Marchais (PCF) und Enrico Berlinguer (PCI) – das Foto zeigt ihn auf der gemeinsamen Konferenz in Madrid im Jahr 1977 – setzte er sich für eine eurokommunistische Erneuerung mit dem Versuch ein, »die Herausforderungen sozialistischer Strategien in der Dritten Welt, die politisch-theoretischen Innovationen eines ›westlichen Marxismus‹(Perry Anderson) sowie die Deformationen einer staatssozialistischen Transformationskonzeption in einer ›integralen‹ politischen Konzeption zu verarbeiten. Heraus kamen Ansätze einer zivilgesellschaftlichen Sozialismuskonzeption, die angesichts der gegenwärtigen Krise der politischen Repräsentanz in den meisten entwickelten kapitalistischen Demokratien immer noch politisch unabgegolten sind.« (Christoph Lieber in Sozialismus 5-2002).

Eine ausführliche Würdigung des Lebens und Wirkens von Santiago Carrillo erscheint in Heft 11-2012 von Sozialismus.

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