Berlin: l(i)ebenswert, innovativ, rebellisch
Freitag, 28.8.2026 | Berlin | 18:00 Uhr | Haus der Demokratie und der Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, Robert-Havemann-Saal
Auf der Veranstaltung »Die sozialen Menschenrechte als Prüftstein der Politik« zur Berliner Abgeordnetenhauswahl der Eberhard-Schultz-Stiftung für soziale Menschenrechte und Partizipation stellen Stephanie Odenwald, Jeffrey Butler und Klaus Kohlmeyer ihr Buch vor und zur Diskussion.

Aktuelle Supplements

Klaus Bullan/Stephanie Odenwald
»Die Wurzeln des Faschismus wirken« (Antonio Scurati)
Benito Mussolini und der italienische Faschismus – Scuratis dokumentarisches Romanprojekt
Sozialismus.de Supplement zu Heft 9/2026
36 Seiten | € 7.00
ISBN 978-3-96488-285-1

Hajo Funke
Erobert die AfD Ostdeutschland?
Sachsen-Anhalt als Einstieg in Pläne für einen rechten Systemumbau
Sozialismus.de Supplement zu Heft 7-8/2026
40 Seiten | € 7.00
ISBN 978-3-96488-278-3

Ulrich Bochum/Jeffrey Butler/Klaus Kohlmeyer/Stephanie Odenwald
Berlin: l(i)ebenswert, innovativ, rebellisch
Die wachsende Stadt muss für alle bezahlbar gemacht werden
224 Seiten | € 14.00
ISBN 978-3-96488-271-4

Jürgen Lichey/Gottfried Meyer-Thoss/Wolfgang Schilling
Ökonomische, politische und mediale Macht
Verschränkung von Wachstumszwang und instrumenteller Vernunft
240 Seiten | € 19.80
ISBN 978-3-96488-274-5

Roland Süß
Den Abstieg ins Autoritäre stoppen!
Über den Neoliberalismus hinaus zu Autoritarismus und Faschismus
AttacBasisTexte 65
80 Seiten | € 8.50
ISBN 978-3-96488-273-8

Freerk Huisken
Schule, die 5. Gewalt
Die Zurichtung des Nachwuchses für Staat und Kapital
152 Seiten | € 14.00
ISBN 978-3-96488-269-1

Ingar Solty
Innere Zeitenwende
Die Militarisierung von Deutschlands Gesellschaft und Alltagskultur
Eine Flugschrift
120 Seiten | € 12.00
ISBN 978-3-96488-259-2

Jan Schulze-Husmann/Peter Trinogga/Aktivenkreis Bundesanzeiger (Hrsg.)
Streik doch einfach mit!
138 Tage Arbeitskampf beim DuMont-Konzern
WIDERSTÄNDIG
168 Seiten | in Farbe | € 12.00
ISBN 978-3-96488-246-2

25. September 2023 Redaktion Sozialismus.de | VSA: Verlag

Wir trauern um Horst Klaus (13. Mai 1930 – 12. September 2023)

Wie wir erst jetzt erfahren haben, verstarb bereits am 12. September der ehemalige Erste Bevollmächtigte der IG Metall in Nürnberg und das langjährige geschäftsführende Vorstandsmitglied der IG Metall, Horst Klaus, im Alter von 93 Jahren.

Im Jahr 2010 war er zusammen mit dem ehemaligen zweiten Bevollmächtigten der IG Metall in Nürnberg, Paul Ruppert (1935–2020), tragender Zeitzeuge des im VSA: Verlag erschienen Bands »Frieden – Arbeit – Menschenwürde: Leben für die Zukunft. Spurensicherung: die IG Metall Nürnberg zwischen 1945 und 1983. Geschichte erlebt und erzählt von Horst Klaus und Paul Ruppert«. Wir dokumentieren im Folgenden den gemeinsamen Nachruf des IG Metall Vorstands, der Bezirksleitung Bayern und der Geschäftsstelle der IG Metall in Nürnberg.

 

Wir nehmen Abschied von unserem ehemaligen Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Nürnberg und geschäftsführenden Vorstandsmitglied, Kollegen und Freund Horst Klaus, Träger der Bürgermedaille der Stadt Nürnberg. Horst Klaus ist nach einem langen und erfüllten Leben mit 93 Jahren verstorben.

1944 nahm er eine Mechanikerlehre in einem Industriebetrieb in Schlesien auf, die er nach Krieg und Flucht in seiner neuen Heimat Nürnberg abschloss. 1946 trat er gleich am ersten Arbeitstag in die IG Metall ein und engagierte sich zunächst in der Gewerkschaftsjugend. In den Triumph-Werken, in denen er von 1948 bis 1956 arbeitete, wurde er Vorsitzender der Jugendvertretung und 1951 Betriebsratsmitglied.

1956 wechselte Horst Klaus zur IG Metall in die Verwaltungsstelle Nürnberg, zunächst als Jugendsekretär und ab 1964 als Sekretär für Bildungs- und Organisationsfragen. 1968 folgte der Wechsel in die Abteilung Jugend in der Vorstandsverwaltung, deren Leitung er übernahm. 1973 wurde er zum Ersten Bevollmächtigten der Verwaltungsstelle Nürnberg gewählt und auch ehrenamtliches Vorstandsmitglied der IG Metall.

1983 kandidierte er erfolgreich als geschäftsführendes Vorstandsmitglied mit den Zuständigkeitsbereichen Jugend- und Betriebsrätearbeit. 1986 gab er die Jugendarbeit ab und erhielt die Verantwortung für die Vertrauensleutearbeit, sein Arbeitsschwerpunkt lag damit gänzlich auf der betrieblichen Interessenvertretung. 1992 schied Horst Klaus aus dem Vorstand aus.

Horst engagierte sich bis zu seinem Tod in der und für die IG Metall. In seiner Geschäftsstelle war er respektierter Teilnehmer an vielen Veranstaltungen und Warnstreiks. Mit Horst Klaus verlieren wir einen für seine Warmherzigkeit und Freundlichkeit, aber auch Akribie und Zuverlässigkeit geschätzten Kollegen. Horst ist Zeit seines Lebens für Frieden und Entspannung eingetreten und hat immer mit höchstem Engagement für unsere Sache, für Gerechtigkeit und Solidarität gestritten. Wir werden unserem Kollegen Horst Klaus ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser Mitgefühl und unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen.

IG Metall Vorstand: Jörg Hofmann, Christiane Benner, Jürgen Kerner
Bezirksleitung Bayern: Horst Ott
IG Metall Nürnberg: Andreas Weidemann, Roland Wehrer

 

 

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