In Kooperation mit

Das VSA: Frühjahrsprogramm 2019

Neue VSA: Bücher

Michael Brie
Rosa Luxemburg neu entdecken
Ein hellblaues Bändchen zu »Freiheit für den Feind! Demokratie und Sozialismus«
160 Seiten | EUR 12.00
ISBN 978-3-89965-886-6

Joachim Bischoff/Stephan Krüger/Christoph Lieber
Die Anatomie und Zukunft der bürgerlichen Gesellschaft
Wertschöpfung, Mystifizierung und Klassenverhältnisse im modernen Kapitalismus
192 Seiten | EUR 16.80
ISBN 978-3-89965-795-1

Peter Renneberg
Handbuch Tarifpolitik und Arbeitskampf
4., aktualisierte Ausgabe
240 Seiten | EUR 19.80
ISBN 978-3-89965-846-0

Tobias Müller
Hier draußen an der Grenze
Repressive Elendsverwaltung auf europäischen Migrationsrouten
120 Seiten | mit Fotos | in Farbe | EUR 12.80
ISBN 978-3-89965-839-2

Heiner Halberstadt
»Neu beginnen kannst du mit dem letzten Atemzug«
Ein Leben als Sozialist
Herausgegeben und bearbeitet von Frank Deppe und David Salomon
144 Seiten | EUR 14.80
ISBN 978-3-89965-893-4

Ulrich Maurer
Wars das?
Ein Nachruf auf die SPD
160 Seiten | Hardcover | EUR 14.80
ISBN 978-3-89965-840-8

Bernd Riexinger
Neue Klassenpolitik
Solidarität der Vielen statt Herrschaft der Wenigen
160 Seiten | EUR 14.80
ISBN 978-3-89965-827-9

Hartmut Meine
Gewerkschaft, ja bitte!
Ein Handbuch für Betriebsräte, Vertrauensleute und Aktive
448 Seiten | Hardcover | Abbildungen | EUR 19.80
ISBN 978-3-89965-779-1

Ich weiß – die Welt ist ja eine andere, und andere Zeiten wollen andere Lieder haben. Aber eben »Lieder«, unser Geschreibsel ist ja meistens kein Lied, sondern ein farbloses und klangloses Gesurr, wie der Ton eines Maschinenrades. Ich glaube, die Ursache liegt darin, daß die Leute beim Schreiben meistenteils vergessen, in sich tiefer zu greifen und die ganze Wichtigkeit und Wahrheit des Geschriebenen zu empfinden. Ich glaube, daß man jedes Mal, jeden Tag, bei jedem Artikel wieder die Sache durchleben, durchfühlen muß, dann würden sich auch frische, vom Herzen und zum Herzen gehende Worte für die alte, bekannte Sache finden. Aber man gewöhnt sich so an eine Wahrheit, daß man die tiefsten und größten Dinge so herplappert wie ein Vaterunser. Ich nehme mir vor, beim Schreiben nie zu vergessen, mich für das Geschriebene jedesmal zu begeistern und in mich zu gehen. Eben deshalb lese ich von Zeit zu Zeit den alten Börne, er erinnert mich treu an meinen Schwur.


Rosa Luxemburg,
Brief an Robert Seidel,
Berlin, 23.6.1898

2019 ist auch das Jahr des Gedenkens an die erste, gewaltsam gescheiterte Republik in diesem Land. Für die zweite Republik, deren 70jähriges Bestehen einer kritischen Würdigung bedarf, sehen wir ebenfalls die Herausforderung, soziale und demokratische Errungenschaften zu verteidigen und weiterzuentwickeln.

Zu den frühen Opfern der Kämpfe um die erste Republik gehörte Rosa Luxemburg. Ihre Erinnerung an den jüdischen Publizisten Ludwig Börne – der 1831 aus Frankreich vom »Krieg der Armen gegen die Reichen« berichtete –, ist eine ihrer vielen Botschaften an unsere Gegenwart.

Wir wollen uns darum bemühen – im Verlag wie in der Zeitschrift – auch im kommenden Jahr mit der Hilfe unserer Autor*innen und Unterstützer*innen den »Ton des Maschinenrads« zu vermeiden!

Und wir bedanken uns herzlich für die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.

Joachim Bischoff, Richard Detje, Marion Fisch, Julia Koppke, Christoph Lieber, Bernhard Müller, Björn Radke, Katrin Reimann, Bernhard Sander, Klaus Schneider, Gerd Siebecke, Tim Solcher


VSA: Verlag | Redaktion Sozialismus | WISSENTransfer
Hamburg, im Dezember 2018

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