Die zwiespältigen Wirkungen der Sanktionen gegen Russland wurden unterschätzt. Der Kreml hat Öl- und Erdgaslieferungen als Waffe eingesetzt. Angesichts hoher Teuerungen verstärken sich Zins-, Inflations- und Rezessionsängste. Und wir hören immer neue Meldungen vom Wirtschaftskrieg.

Aber es fehlt vielfach an Einordnung, Analyse und Hintergrund – von kritischer Berichterstattung ganz zu schwiegen. Die Bevölkerung wird mit den Nachrichten über den Krieg und dessen Folgen allein gelassen. Wir versuchen, dagegenzuhalten und die Politik der Ampel-Koalition, des Westens und Russlands kritisch zu beleuchten – auch im Krieg.

Nur wenige in Politik und Medien sprechen sich für eine diplomatische Lösung des Krieges in der Ukraine aus. Die Vorstellung, Russland dauerhaft zu isolieren oder nie wieder wirtschaftlich kooperieren zu wollen, ist abwegig und gefährlich. Und eine »Zeitenwende« mit Aufrüstung, Bruch der Entspannungspolitik, Eskalation und Verlängerung des Krieges führt in eine Sackgasse.

Das Ignorieren von Fakten und das Ausblenden von Zusammenhängen ist inzwischen leider gängige Praxis in nahezu allen Medien. Demgegenüber halten wir daran fest, Hintergrundanalysen mit grundsätzlichen Alternativen zu verbinden. Wir wollen unseren Leser*innen wie bisher kritische und aufklärerische Beiträge anbieten, die ihnen ein eigenständiges Urteil ermöglichen.

Neben den sich abzeichnenden Problemen einer neuen Weltordnung sollen sowohl die sozial-ökologische Transformation als auch die unabdingbaren Folgen der Dekarbonisierung kritisch begleitet werden – in der gedruckten Ausgabe wie auf der Website.

Dies kann nur mit der Unterstützung unserer Leserinnen und Leser gelingen. Über massiv erhöhte Papier- und Druckpreise ist in der Öffentlichkeit breit berichtet worden. Sie betreffen auch unsere Zeitschrift und gefährden unsere Existenz. Deshalb ist leider eine Anpassung der Abopreise an die Teuerung unumgänglich.

Dafür bitten wir um Verständnis und in diesen unruhigen Zeiten zugleich weiterhin um Unterstützung:

  • durch eine Spende an
    Sozialistische Studiengruppe e.V./Redaktion Sozialismus
    IBAN: DE63 4306 0967 2046 2368 00

    bei der GLS Bank Bochum | BIC: GENODEM1GLS
  • durch einen gern auch geringen monatlichen Betrag per SEPA-Lastschriftermächtigung für ein Jahr für das gleiche Konto
  • durch Geschenk- oder Geschenk-Probeabos zur Gewinnung neuer Leser*innen.

Vielen Dank im voraus für eure Unterstützung!
Redaktion Sozialismus.de

Quelle: https://www.sozialismus.de/kommentare_analysen/spendenaufruf/