Aktuelle Termine

Hier informieren wir über politische Veranstaltungen und interessante andere Termine.
Informationen und Anregungen bitte per Fax [040 | 28 09 52 77-50] oder an unsere eMail-Adresse schicken: redaktion@sozialismus.de

»Das Kapital« wird bunt!

Anlässlich von Marx’ 200. Geburtstag erschien im VSA: Verlag Jari Banas’ Kultcomic nun kunterbunt in Farbe! 150 Jahre nach dem Erscheinen des Original und anlässlich des 200. Geburtstag von »Charly« hat er seine Einführung auf den neuesten Stand gebracht und komplett coloriert: »Das Kapital« in Farbe. Das gibts sonst nirgends! Zusätzlich bietet der VSA: Verlag 15 DIN A1-Plakate mit Motiven aus dieser Ausgabe zum Selbstkostenpreis von 100 Euro als Ausstellung an: schwer verdauliche Kost verwandelt in bunte Unterhaltung.
Bislang wird die Ausstellung gezeigt
– vom 15.3. bis 5.5. im Liebknecht-Haus der LINKEN in Leipzig
– 27.4. bis 15.6. in der Volkshochschule, Moritzstraße 20 in Chemnitz
– ab Anfang April in Trier
– ab Anfang April in Weimar
– vom 25. bis 29.6. im Bildungszentrum Kirkel im Saarland
– vom 2.7. bis 2.9. in der Antifaschistischen Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh in der Nordheide

26. April 2018Senftenberg | 17:00 Uhr | Wendische Kirche, Baderstr. 10

»Alle Verhältnisse umzuwerfen ... und die Mächtigen vom Thron zu stürzen«

Vorstellung des von Michael Ramminger und Franz Segbers herausgegebenen gleichnamigen Buches mit den Autor*innen Ilsegret Fink und Helge Meves sowie Daniela Trochowski und Gerd-Rüdiger Hoffmann.

26. April 2018Frankfurt a.M. | 19:30 Uhr | Haus am Dom, Domplatz 3

»Alle Verhältnisse umzuwerfen ... und die Mächtigen vom Thron zu stürzen«

Buchpräsentation im Disput: Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx fragt der Autor und Herausgeber des gleichnamigen Buches Prof. Dr. Franz Segbers: Was verbindet das biblische Erbe mit Marx? Er diskutiert darüber mit Dr. Norbert Blüm (CDU-Politiker, ehemaliger Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung), Dr. Regina Görner (CDU-Bundesvorstand, ehemaliges geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall) und Prof. Dr. Hermann-Josef Große Kracht (Sozialethiker und Autor in dem vorzustellenden Buch). Moderation: Dr. Thomas Wagner (Studienleiter Arbeit und Soziales in der Einen Welt im Haus am Dom, Katholische Akademie Rabanus Maurus).

27. April 2018Berlin | 10:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1

Initiative für ein Neues Normalarbeitsverhältnis

Die Initiative zielt darauf, Kräfte zu bündeln für gute Arbeit, Demokratie in der Wirtschaft und ein neues sozial-ökologisches Wohlstandsmodell. Mit Annelie Buntenbach (DGB), Nicole Mayer-Ahuja (SOFI), Bernd Riexinger (LINKE), Hilde Wagner (IG Metall), Norbert Reuter (ver.di), Klaus Ernst (LINKE), Daniel Kopp (BAU), Doreen Siebernik (GEW), Elke Breitenbach (Senat Berlin), Klaus Dörre (Uni Jena), Hans Jürgen Urban (IG Metall), Ana Süssner (Linkspartei Schweden ), Jon Lansman (Labour Party), Cédric Wermuth  (SP Schweiz), Harald Wolf (LINKE).

27. April 2018Berlin | 16:00 Uhr | Helle Panke, Kopenhagener Str. 9

Reformen im Realsozialismus

Scheiterte die Einführung eines effizienten und demokratischen Wirtschaftssystems an systemimmanenten Widerständen? Auf der Konferenz sollen grundlegende Vorstellungen des Neuen Ökonomischen Systems der Planung und Leitung (NÖS) der DDR sowie der Wirtschaftsreformen in der CSSR, in Ungarn, Jugoslawien und der UdSSR vorgestellt werden. Zudem soll diskutiert werden, wie der Ideengehalt, der den Wirtschaftsreformen zugrunde lag, für aktuelle Konzeptionen sozialistischer Transformation weitergeführt werden kann. Mit Alexander Amberger, Jörg Roesler, Christoph Lieber, Klaus Steinitz, Boris Kanzleiter, Judith Dellheim, Annette Vogt, Erika Maier, Lutz Brangsch.

27. April 2018Zeuthen | 17:30 Uhr | Alte Feuerwache, Bahnhofstr. 79

»Alle Verhältnisse umzuwerfen ... und die Mächtigen vom Thron zu stürzen«

Vorstellung des von Michael Ramminger und Franz Segbers herausgegebenen gleichnamigen Buches mit den Autor Helge Meves sowie Pfarrer i.R. Dietrich Wegmann und Jens Wollenberg.

3. Mai 2018Hamburg | 19:00 Uhr | Universität (Raum folgt)

Joachim Bischoff: Zehn Jahre Finanzkrise, (K)ein Ende in Sicht?

Vor zehn Jahren schlitterten die kapitalistischen Hauptländer in die größte Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. Mit dem Kollaps des US-Subprime-Hypothekenmarktes standen viele internationale Großbanken am Rande der Pleite. Die zentralen Notenbanken stellten in großem Stil Liquidität bereit, um eine Systemkrise abzuwenden. Staatliche Rettungsschirme und schärfere Regeln im Bankensektor sollten für nachhaltige Stabilität sorgen. Dennoch stellt sich die Frage: Kann es wieder zu einer ähnlichen Krise kommen?  Durchaus, so meint Joachim Bischoff, Publizist und Mitherausgeber der Zeitschrift Sozialismus, viele Bedingungen sind heute ähnlich. Die Geldpolitik ist exzessiv locker. Bewertungen am Kapitalmarkt sind verzerrt. Das Gesamtsystem ist fragil, da das Verschuldungsniveau von Staaten und Unternehmen heute deutlich höher ist. Eine Zinswende würde erneut die Gefahr einer Systemkrise provozieren.

4. Mai 2018Hamburg | 18:00 Uhr | Uni, Allendeplatz 1, 2. Stock, Raum 245

Historischer Materialismus - Eine Erblast der marxistischen Bewegung und Theorie-Entwicklung

Seit der Einführung der Begriffe »historischer und dialektischer Materialismus«, insbesondere seit deren Interpretation und Instrumentalisierung durch die Sowjetunion, gab und gibt es wissenschaftliche und politische Auseinandersetzungen um ihre Berechtigung und inhaltlichen Bestimmungen. Alle bedeutenden Revolutionäre und ihre Nachfolger an der Macht (Lenin, Stalin, Mao Tse Dong, ...) haben sich mehr oder weniger auf den historischen Materialismus als »wissenschaftliche« Begründung ihrer gesellschaftlichen Analysen und ihrer Vorgehensweisen berufen. Gleichzeitig gab es von Anbeginn marxistische Persönlichkeiten, die sowohl die Begriffe, die inhaltlichen Interpretationen, als auch deren Rechtfertigungscharakter kritisiert haben. Dawid Rjasanow, Rosa Luxemburg, Georg Lukac, György Markus, Karl Korsch, Antoni Gramsci, Alfred Schmidt, Ernst Bloch, Herbert Marcuse, J.P. Sartre, und Rudi Dutschke sind die Bekannteren dieser Opposition. Nimmt man diese kritischen Einwände ernst – so der Referent diese Abends, Dr. Wolfgang Kunkel (Hamburg) –, dann ergeben sich Ansätze einer alternativen marxistischen Geschichtstheorie. Diese ist eher in der Lage, sowohl ihre eigene Geschichte, als auch die bisherigen revolutionären Prozesse und die aktuellen revolutionären Bewegungen, zu erklären und einzuschätzen.
Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe.

5. Mai 2018Hamburg | 15:00 Uhr | Museum der Arbeit, Wiesendamm 3

Marx-Geburtstagsparty findet nicht statt

Die teilweise bereits angekündigte Geburtstagsfeier auf dem Hof des Museums der Arbeit in Hamburg kann leider nicht stattfinden. Stattdessen verweisen wir auf die Finissage der Ausstellung Das Kapital zwischen 16:00 und 22:00 Uhr im Museum – mit Musik, unsichtbarem Theater »Marx überall«, Lesungen aus dem Briefwechsel von Marx und Engels, Kurzführungen und die große Versteigerung. Denn als Höhepunkt werden an diesem Abend die Dosen aus der Ausstellung versteigert: »Wie viel bieten Sie für die Waren Liebe, Erfolg oder Glück? Gerhard Fiedler, künstlerischer Leiter der ALTONALE, ist Auktionator!« Und wir wollen auf den Rundgang auf den Spuren von Karl Marx in Hamburg unseres Autors Jürgen Bönig aufmerksam machen, der am 6. Mai um 14:00 Uhr beim Heine-Denkmal auf dem Rathausmarkt beginnt.

5. Mai 2018Berlin | 17:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1

Marxsche Religionskritik im 21. Jahrhundert. Eine Intervention christlicher Marxisten

Im Rahmen des Kongresses MARX200 vom 2. bis 6. Mai stellten im Seminarraum 5 Michael Ramminger (Institut für Theologie und Politik, Münster/Interventionistische Linke), Cornelia Hildebrandt (Rosa-Luxemburg-Stiftung), María del Carmen Montes Castillo (Movimiento de solidaridad Nuestra América, Mexiko) und Juan José Bautista (Universidad Nacional Autónoma de México, Universidad Autónoma de la Ciudad de México, Mexiko) unter anderem den Band »Alle Verhältnisse umzuwerfen ... und die Mächtigen vom Thron zu stürzen«. Das gemeinsame Erbe von Christen und Marx vor.

6. Mai 2018Hamburg | 14:00 Uhr | Treffpunkt: Heine-Denkmal auf dem Rathausmarkt

Jürgen Bönig: Rundgang auf den Spuren von Karl Marx

Am 12. April 1867 traf Karl Marx mit dem Segelraddampfer »John Bull« im Hamburger Hafen ein. Im Gepäck hatte er den zweiten Teil des Manuskripts von »Das Kapital«, das er dem Verleger Otto Meissner in der Bergstraße 26 persönlich übergeben wollte. Setzer und Drucker in Leipzig hatten für das 800 Seiten starke Buch 1,9 Millionen Lettern gesetzt und 3,2 Tonnen Blei bewegt. Aber warum erschien »Das Kapital« gerade in Hamburg? Welchen Einfluss hatte die Herstellungsweise auf das Ergebnis? Wer arbeitete an dem Buch mit? Jürgen Bönig hat in seinem Buch Karl Marx in Hamburg herausgefunden, dass Marx ingesamt fünf Mal in Hamburg weilte. Warum kam er in die Hansestadt? Was sah er zu jener Zeit dort? Wen traf Marx wo? Und was hatte Karl Marx eigentlich sonst noch mit Hamburg zu tun? Jürgen Bönig begibt sich zwei Stunden auf dessen Spuren und entdeckt spannende Orte und Zusammenhänge. Eine Anmeldung an anmeldung(at)rls-hamburg.de ist notwendig.

8. Mai 2018Düsseldorf | 19:30 Uhr | Buchhandlung BiBaBuZe, Aachener Str. 1

1968: Zeiten des Übergangs

Frank Deppe stellt in der Buchhandlung BiBaBuZe sein neues Buch 1968: Zeiten des Übergangs vor. Er  analysiert die Ereignisse des Jahres 1968 im Kontext der damaligen weltpolitischen und ökonomischen Strukturveränderungen und fragt auch nach der aktuellen Rezep­tion: Was ist aus den Helden der »Revolution« geworden? Wie wurde 1968 von den Liberalen in die Erfolgsgeschichte der europäischen Führungsmacht Deutschland integriert? Und er geht auf das ungebrochene Bedürfnis rechtsradikal-nationalkonservativer und christlich-fundamentalistischer Kräfte nach einer »Revanche für 68« ein.

8. Mai 2018Berlin | 19:00 Uhr | Akademie der Künste, Pariser Platz 4

Kein Schlusswort: Der Nationalsozialistische Untergrund und der Stand der Aufklärung

Die Nebenklagevertreter*innen Antonia von der Behrens und Sebastian Scharmer geben im Gespräch mit der Schriftstellerin und Publizistin Kathrin Röggla und der Journalistin Heike Kleffner Auskunft über den Stand der Dinge und stellen das Buch Kein Schlusswort. Plädoyers im NSU-Prozess vor. Eingeleitet wird die Veranstaltung von Jeanine Meerapfel und Imran Ayata.

22. Mai 2018Hamburg | 19:00 Uhr | Veranstaltungsort folgt

Ingo Schmidt: Marx’ Hauptwerk – immer noch ein Kompass für die Linke?

»Kapital«-Rezeption und sozialistische Strategie von 1867 bis heute: »Das Kapital« ist von Karl Marx als wissenschaftliches Werk mit politischer Absicht geschrieben worden. Ingo Schmidt gibt einen Überblick über verschiedene Lesarten des »Kapital« und damit verbundene sozialistische Strategien: von den Zeiten der Zweiten Internationale bis zu den neuen »Kapital«-Lektüren, die im Zuge des Aufschwungs linker Bewegungen in den 1960er Jahren entstanden sind. Und er diskutiert, was eine als politisches Projekt verstandene Lektüre des »Kapital« heute bedeuten kann – hierzulande und über den deutschen Tellerrand hinaus. Ingo Schmidt, Ökonom und Aktivist, leitet das interdisziplinäre Labour Studies Program (Programm zum Studium der Arbeit und Arbeiterbewegung) der Athabasca University in Kanada. Er ist Herausgeber von Das Kapital@150. Russische Revolution@100. ›Das Kapital‹ und die Revolutionen gegen ›Das Kapital‹.

Zurück