Aktuelle Termine

Hier informieren wir über politische Veranstaltungen und interessante andere Termine.
Informationen und Anregungen bitte per Fax [040 | 28 09 52 77-50] oder an unsere eMail-Adresse schicken: redaktion@sozialismus.de

19. September 2019Hamburg | 19:00 Uhr | Zinnschmelze, Maurienstr. 19

Neue Klassenpolitik

Klasse ist nicht mehr wesentlich als weiße, männliche Industriearbeiterschaft gefasst. Mit dem neuen Begriff der Klassen werden Männer und Frauen und LGBTI* gefasst, prekäre Arbeitsverhältnisse- und Ausbeutungsverhältnisse, migrantische Lebenshintergründe und -erfahrungen. Die politische Zielsetzung liegt jenseits der alten Sozialpartnerschaft: Sie ist radikal, sozialistisch. Diskussion mit Ines Schwerdtner (Ada Magazin) und Gabriel Kuhn (Gewerkschaftssekretär, Stockholm).

21. September 2019Hamburg | 10:00 Uhr | Fabrique im Gängeviertel, Seminarraum 4. OG, Valentinskamp 34a

Poulantzas lesen

Der Workshop bietet einen Überblick über Poulantzas’ Leben und Werk. Ferner wird der Frage nachgegangen, welche Bedeutung seine »relationale« Staatstheorie und seine Faschismus-Analyse für die gesellschaftliche Linke heute hat. Kosten: 10,- Euro. Anmeldung unter: anmeldung@rls-hamburg.de.

23. September 2019Berlin | 19:00 Uhr | Helle Panke e.V., Kopenhagener Str. 9

Revolution und Erwachsenenbildung – 100 Jahre VHS

»Die Revolution vom 9. November 1918 erlebt zu haben«, so der ehemalige Reichsjustizminister und Gründer der Kieler Volkshochschule, Gustav Radbruch, verpflichtet die Volkshochschulen, für den  Ausbau des sozialen Rechtsstaats, die Verteidigung der Grundrechte und die Sicherung des Friedens einzutreten. Doch diese Erinnerung ging verloren. Grund genug, an Bausteine gesellschaftlicher Veränderung nach der Revolution von 1918 zu erinnern, die ein lebenslanges Lernen für alle anstrebten. Referent: Jörg Wollenberg (ehemaliger VHS-Leiter in Bielefeld und Nürnberg).

23. September 2019bis 27.9. | Jena | Friedrich-Schiller-Universität, Zentrales Hörsaalzentrum,Carl-Zeiß-Str. 2

Great Transformation: Die Zukunft moderner Gesellschaften

Abschlusskon­fe­renz der DFG-Kolleg­for­scher*­innengruppe »Postwachstumsgesellschaften« und 2. Regionalkonferenz der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Die Überzeugung, dass es so, wie es ist, nicht bleiben könne, gehört inzwischen zum common sense auch gesellschaftlicher Eliten. Vieles spricht dafür, dass insbesondere die frühindustrialisierten Länder eine Periode tiefgreifender Umbrüche durchlaufen, die voraussichtlich eine Abkehr von den über Jahrzehnte hinweg dominanten Wachstumsmustern, Produktionsformen und Lebensweisen beinhalten wird. Doch wohin soll die Reise gehen und wer soll die Weichen stellen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich u.a. Branko Milanovi, Joan Tronto, James K. Galbraith, Gurminder K. Bhambra, Jason W. Moore, Wolfgang Streeck, Maristella Svampa, Massimo De Angelis, Luc Boltanski, Arnaud Esquerre, Margaret S. Archer, Lucio Baccaro, Karina Batthyány, Evgeny Morozov, Klaus Dörre und Philip S. Gorski. Tagungsprogramm unter www.postwachstum.de.

26. September 2019Hamburg-Bergedorf | 19:00 Uhr | SerrahnEins, KulturForum, Serrahnstraße 1

Ausplünderung

Bernhard Nette berichtet über die Ausplünderung der Bergedorfer Juden und das Finanzamt, das ein wichtiger Teil des NS-Terrorapparats war. Geschildert wird, wie jüdische Überlebende und Nachkommen der Verfolgten in der Bundesrepublik erneut auf die »Ariseure« und die ehemaligen Verfolger im Finanzapparat stießen, die über ihre Ansprüche auf Restitution und »Wiedergutmachung« entschieden. Das Buch zur Veranstaltung: Bernhard Nette: Ausplünderung: Bergedorfer Juden und das Finanzamt, VSA: Hamburg 2019.

26. September 2019Hamburg | 19:00 Uhr | Tschaikowsky-Saal, Tschaikowskyplatz 2

Die Shoah in Griechenland

Während der Besetzung Griechenlands von 1941–1944 löschten die Deutschen fast 90% der jüdischen Bevölkerung des Landes aus. Bis heute verwehrt die Bundesregierung der Mehrheit der griechisch-jüdischen wie auch der übrigen griechischen Opfer eine Entschädigung und verweigert sogar Rückzahlung des erpressten Lösegelds für jüdische Zwangsarbeiter in Saloniki. Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung Griechenlands spricht die griechische Historikerin Rena Molho über die Shoah in Griechenland sowie über die Situation der überlebenden Juden nach der Befreiung. Die Rechtsanwältin Gabriele Heinecke berichtet über die Verweigerung der Bundesregierung einer angemessenen Entschädigung.

28. Oktober 2019Frankfurt a.M. | 19.00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5

Dieter Boris: Politische Kultur in Lateinamerika

Der Lateinamerika-Experte Dieter Boris, Professor für Soziologie im Ruhestand an der Philipps Universität Marburg, stellt seine Thesen zu Hintergründen, Wirkungen und Perspektiven Lateinamerikas aus dem Supplement zur Print-Ausgabe von Sozialismus.de 7-8/2019 vor und zur Diskussion. »Der Niedergang der verschiedenen Linksregierungen in Lateinamerika hat ... keine grundsätzliche Neubesinnung der politischen und wissenschaftlichen Analyse ausgelöst, weder bei konservativen, konventionellen ­Autor*innen noch bei linken, kritischen Sozialwissenschaftler*innen. ... Die Machenschaften der konservativen Eliten im jeweiligen Land und die unermüdliche Wühlarbeit des Imperialismus [werden] in den Vordergrund gestellt. ... Die Stärke der konservativen bzw. imperialistischen Beharrungs- und Interventionskräfte hängt immer auch vom Agieren der fortschrittlichen Seite ab. Deren Analyse von Rückschlägen und Niederlagen muss also auch eigene Fehler oder strukturelle Defizite einschließen.« Dies versucht Dieter Boris und präsentiert erste Ansätze und ­Anregungen für der komplexen Thematik angemessene Untersuchungen. Moderieren wird die gemeinsam vom Club Voltaire und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen getragene Veranstaltung Jürgen Hinzer.

29. Oktober 2019Online | jeweils 18:30 Uhr

Wir wir lernen Kämpfe zu gewinnen

Mit den Global Lectures gibt Jane McAlevey einen vierteiligen Crashkurs zu Organizing-Methoden. Sie wird in vier aufeinander aufbauenden Sitzungen deren wesentlichen Elemente vorstellen. Dabei stützt sie sich auf die Ideen aus ihrem bei VSA: erschienenen Buch Keine halben Sachen. Die Lectures beginnen am 29. Oktober und finden immer dienstags von 18:30 bis 20:00 Uhr mitteleuropäische Zeit statt; weitere Termine sind der 12., 19. und 26. November. Bitte unbedingt bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung anmelden. Dort gibt es auch weitere Informationen.

Zurück