Aktuelle Termine

Hier informieren wir über politische Veranstaltungen und interessante andere Termine.
Informationen und Anregungen bitte per Fax [040 | 28 09 52 77-50] oder an unsere eMail-Adresse schicken: redaktion@sozialismus.de

23. Mai 2019Berlin | 18:30 Uhr | Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32

Feindbild Islam und institutioneller Rassismus

Eberhard Schultz liest aus seinem Buch Feindbild »Islam und institutioneller Rassismus. Menschenrechtsarbeit in Zeiten von Migration und Anti-Terrorismus.« Die Thematik des Buches ist aktueller denn je, was nicht nur die Anschläge und Überfälle auf Moscheen und (mutmaßliche) Moslems sowie die anschließenden Defizite bei der Ermittlungstätigkeit zeigen. Auch die Vorgänge um den Rücktritt des BND-Chefs Maaßen, zahlreiche Gerichtsentscheidungen und Fälle von Behördenwillkür sowie die schleppenden Ermittlungen wegen mutmaßlicher Terroristen in der Bundeswehr und Polizei - Jahre nach der problematischen »Aufarbeitung« der NSU-Mordserie – machen deutlich, dass hier drängender Aufklärungs- und Handlungsbedarf ist. Moderieren wird die Arabistin Aicha Belkhla.

23. Mai 2019Berlin | 19:00 Uhr | Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstr. 13-14, zweite Etage, Saal 2B

Hajo Funke: Der Kampf um die Erinnerung

2005 wurde das Holocaust-Mahnmal im Herzen Berlins der Öffentlichkeit übergeben. 60 Jahre nach 1945 hatte sich gegen mehrheitliche »Schlussstrich«-Forderungen mühsam ein weitgehender Konsens über die Notwendigkeit des öffentlichen Gedenkens entwickelt. Heute wird dieser von weit rechts infrage gestellt wie nie zuvor seit den 1950er Jahren. Dass die Erinnerung so umkämpft ist, hängt auch mit der NS-Ideologie und ihrer Verankerung in der deutschen Gesellschaft zusammen. Das ist die zentrale These von Hajo Funke in seinem neuen Buch Der Kampf um die Erinnerung, das er an diesem Abend vorstellt. Es war die quasireligiöse Faszination für eine neue Herrschaft nach den Krisen der Weimarer Republik, die große Teile der Bevölkerung zum Mitmachen bewegt hat – bis hin zum apokalyptischen Vernichtungskrieg. Was dieser Krieg für die Opfer bedeutet, zeigen Aussagen von Holocaust-Überlebenden, in denen ihre ganz besondere Erinnerung deutlich wird. Moderieren und einleiten wird der Leiter der Gedenkstätte Professor Dr. Johannes Tuchel. Wegen der begrenzten Platzzahl ist eine Anmeldung bis zum 20. Mai 2019 per E-Mail: veranstaltung@gdw-berlin.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00 erwünscht.

27. Mai 2019Berlin | 10:00 Uhr | IG Metall Berlin, Alte Jakobstr. 149

Soziales Menschenrecht auf Arbeit

Fachtagung der Stiftung für Soziale Menschenrechte über: Neoliberale Entwicklung und Prekarisierung von Beschäftigten, Diversität und diskriminierungsfreie Arbeit, internationale Gewerkschaftsarbeit und Unternehmenshaftung sowie feministische Sichtweiesen auf das soziale Menschenrecht auf Arbeit. Mit: Wolfgang Däubler, Claudia Mahler (DIMR Berlin), Aysel Yollu-Tok (HWR Berlin), Sara Phung, Amadou Touré (Betriebsrat), Ingeborg Wick (Südwind Arbeitsbereich Frauen und Wirtschaft), Tatiana Lopez (Tie Germany), Las Mary Douglas (Gesamtbetriebsrat ZARA Deutschland), Miriam Pischke (Hochschule Magdeburg), Werner Rügemer (Publizist). Anmeldung erbeten bis zum 20.5.2019 an: info@sozialemenschenrechtsstiftung.org

28. Mai 2019Wien | 19:00 Uhr | FH des BFI Wien, Wohlmutstr. 22

Arbeit im Digitalen Wandel

Der technologische Wandel und seine Auswirkungen auf die Arbeitswelt (Stichwort »Digitalisierung« und »Arbeit 4.0?«) bestimmen gegenwärtig die wissenschaftliche und politische Debatte. Oft dreht sich die Debatte um die Frage ob es in Zukunft mehr Arbeitslose oder neue Beschäftigungsformen geben wird und welche Qualifikationsanforderungen an ArbeiterInnen bestehen werden. Eine entscheidende Sichtweise wird dabei in der Regel ausgeblendet: nämlich, dass technologischer Wandel als gesellschaftlich umkämpfter Prozess zu betrachten ist, dessen Richtung und Ausgang prinzipiell offen ist. Im Zentrum der Diskussionsveranstaltung, die sich an dem Buch des BEIGEWUM Umkämpfte Technologien. Arbeit im Digitalen Wandel orientiert, stehen neue Organisationsformen (insbesondere sogenannte »Crowdwork«), die Auswirkung der zunehmenden Erosion der Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit auf die Individuen und die Frage nach den arbeitsrechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten und Notwendigkeiten dieser neuen Arbeitsverhältnisse. Es diskutieren: Irina Nalis (Universität Wien), Martin Risak (Universität Wien) und Philip Schörpf (FORBA). Moderation: Simon Theurl (BEIGEWUM). Anmeldungen bitte unter: bit.ly/FHbfiWien

28. Mai 2019Potsdam | 18:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg, Dortustr. 53

Rosa Luxemburg: Revolutionärin aus jüdischem Hause

Im März 2018 wurde die Gedenktafel für Rosa Luxemburg entfernt, die in Zamo viele Jahre lang an die weltberühmte Tochter dieser Stadt erinnert hatte. Als Grund wurde die im öffentlichen Raum verbotene »kommunistische Propaganda« angeführt. Mit diesem Schritt reihte sich die Regierung in Warschau in eine schlimme Tradition ein, in der seit jeher behauptet wird, die Jüdin Rosa Luxemburg sei eine eingefleischte Feindin Polens gewesen. Insofern ist es aufschlussreich, einmal genauer hinzusehen, aus welchen Familienzusammenhängen Rosa Luxemburg nach dem Abitur in die weite Welt aufgebrochen war. Holger Politt, Leiter des Warschauer Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung, wird seinen Vortrag mit ausgewählten Bildern illustrieren, die die umfangreiche Spurensuche dokumentieren.

4. Juni 2019Berlin-Spandau | 19:00 Uhr | Wahlkreisbüro Evrim Sommer, Reisstr. 21

Bernd Riexinger: Neue Klassenpolitik (Kopie 1)

Der Ko-Vorsitzende der Partei DIE LINKE stellt sein Buch Neue Klassenpolitik vor und zur Diskussion. Bernd Riexinger plädiert für eine Solidarität der Vielen statt der Herrschaft der Wenigen – einschließlich einer Neudefinition von Solidarität.

15. Juni 2019und 16. Juni | Berlin | Centre Français, Müllerstr. 74

Crossover-Konferenz »Die Politik der Vielen«

Das Institut Solidarische Moderne veranstaltet am 15. und 16. Juni in Berlin eine »Crossover-Konferenz« unter dem Titel Die Politik der Vielen. Im Einladungsflyer heißt es: »Politische Alternativen sind kraftvoll, wenn sie von unten kommen – wenn sie die Sprache der Vielen sprechen. Zahlreiche neue soziale Bewegungen und Kämpfe zeugen von dieser Vielstimmigkeit und Stärke. Ein gemeinsames, gegenhegemoniales politisches Projekt steht jedoch nicht am Horizont. Weder den Bewegungen noch der politischen Linken gelingt die Übersetzung in eine gemeinsame Strategie und Programmatik. Die Machtfrage, die sich heute in Deutschland und Europa von links stellen müsste, bleibt so weiterhin ungelöst; die sozialen Kämpfe der Vielen bleiben fragmentiert und diffus. Wie kann eine Politik der sozial-ökologischen Transformation in eine solidarische Moderne realisiert werden? Wir laden dazu ein, zusammen anzusetzen und das gemeinsame Ganze der unterschiedlichen Ansätze zu bestimmen, das mehr sein muss als die bloße Addition der verschiedenen Kämpfe.« Informationen zum Programm, zu den Diskutierenden sowie eine pdf-Datei des Einladungsflyers gibt es ebenso wie eine Anmeldemöglichkeit unter www.solidarische-moderne.de

31. Juli 2019bis 4. August 2019 | Bochum | Erich-Kästner-Gesamtschule, Markstr. 189

Vom Leben auf Kosten anderer zum guten Leben für alle!

Unter diesem Motto findet die diesjährigen Attac-Sommerakademie statt, die das vorbereitende Team wie folgt ankündigt: »Auf der Wir leben in einer Zeit des Umbruchs – die neoliberale Dominanz in der Ökonomie und anderen Lebensbereichen trifft sich mit einem überall spürbaren gesellschaftlichen und kulturellen Rechtsruck. Linke und emanzipatorische Ideen und Kräfte dringen in dieser Situation noch schwerer durch, dabei haben globalisierungskritische Forderungen angesichts der globalen Krisen mehr denn je ihre Berechtigung. Doch die herrschenden Eliten sind weiterhin sehr erfolgreich darin, ihre Agenda durchzusetzen – und zwar schneller, raffinierter und durchschlagskräftiger denn je.« Wer sich dem entgegenstellen will, »findet bei der Attac-Sommerakademie Anfang August in Bochum viele Gelegenheiten zu lernen und zu diskutieren. In fast 100 Seminaren, Workshops und Foren setzen sich die Teilnehmer*innen mit der neoliberalen Globalisierung auseinander, entwickeln Alternativen weiter und diskutieren neue Positionen. Im Fokus der Debatte stehen dabei Ansätze für eine sozialökologische Transformation sowie die Themenkomplexe Migration, Rechtsruck, autoritäre Herrschaftsformen und Demokratie. Dazu kommen Workshops, die politisches Handwerkszeug vermitteln, denn für Veränderung braucht es Wissen, Aktion und Strategie gleichermaßen!« Weitere Infos zum Programm zur Organisation und eine Anmeldmöglichkeit gibt es unter www.attac.de/sommerakademie/startseite/

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