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Makoto Itoh / Thomas Hock

Der chinesische Weg: Sozialistische Marktwirtschaft

Supplement der Zeitschrift Sozialismus 7-8 / 2003

40 Seiten | 2003 | EUR 4.20
ISBN 3-89965-906-6

 

"Wir müssen davon ausgehen, dass ein sozialistischer Arbeitsmarkt mit einer gewissen industriellen Reservearmee notwendig ist, um eine flexible Regulierung der Beschäftigung für die verschiedenen Industriezweige und Betriebe in einer sozialistischen Marktwirtschaft sicherzustellen. Jedoch sollte Arbeitslosigkeit in einer sozialistischen Ökonomie sich unterscheiden von der in einer kapitalistischen Wirtschaft. In einer kapitalistischen Ökonomie liegt die Verantwortung für die Instabilitäten und Schwierigkeiten des persönlichen Lebens auf dem Arbeitsmarkt (inkl. der Arbeitslosigkeit) bei jedem Einzelnen. Staatliche Sozialpolitik mag hier intervenieren und die Härte der Arbeitslosigkeit mildern, aber sie bleibt ergänzend und wird nicht immer aufrechterhalten. Im Gegensatz dazu sollten in einer sozialistischen Wirtschaft mit öffentlichem Eigentum an den Produktionsmitteln die Instabilitäten und Schwierigkeiten der persönlichen Lebenslage bezogen auf die Funktion des Arbeitsmarkts nicht dem einzelnen Arbeiter als sein Risiko auferlegt sein."

(Makoto Itoh)

Makoto Itoh ist Professor an der Kokugakuin Universität, Japan. Sein Beitrag wurde von Bernhard Müller aus dem Englischen übersetzt. Thomas Hock lebt in Frankfurt a.M.

Inhalt:

Makoto Itoh
Sozialistische Marktwirtschaft und der chinesische Weg
Theoretische Möglichkeiten und reale Widersprüche

1. Die historische Bedeutung der chinesischen Ökonomie im Vergleich zur Globalisierung des Kapitalismus
2. Eine geschichtlich umfassende Natur der Marktwirtschaft
3. Die Herausforderungen Chinas im 21. Jahrhundert

Thomas Hock
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