
... auch nach mehr als 350 Ausgaben.
Deshalb gelang der »Relaunch« beim Heft 9-2011 nur zum Teil. Er ist dennoch von vielen LeserInnen bemerkt und positiv gewürdigt worden. Auch Tom Strohschneider, der die Zeitschrift »zweifellos zu den wichtigsten der gewerkschaftlichen und politischen Linken in Deutschland« zählt, kommentierte ihn auf seiner Website www.lafontaines-linke.de: »Einen kleinen Beitrag für größere Attraktivität des Heftes hat man mit der Septembernummer schon einmal geleistet: Sozialismus hat sich eine ›moderate Aktualisierung des Layouts‹ verpasst«.
Gleichwohl gab es Pannen – so entfielen durch einen technischen Fehler sämtliche Logos des »Forum Gewerkschaften« –, die wir bei diesem Mal hoffentlich vermeiden können.
Nicht vermeiden konnten wir, dass das angekündigte Supplement zur »Erosion der gesellschaftlichen Mitte« aufgrund aktueller Anforderungen auf das November-Heft verschoben werden musste. Auch dafür bitten wir um Nachsicht.
Weder die Zeitschrift, noch die Supplements und die Website sind umsonst zu haben, sondern erfordern das Engagement auch der LeserInnen. Viele von ihnen haben dieses durch Spenden erneut deutlich gemacht, dafür bedanken wir uns herzlich. Dennoch sind wir auf weitere Unterstützung angewiesen.
Auch kleinere Beträge auf das Spendenkonto helfen!
Kto.-Nr. 1268 120977 | Richard Detje-Euscher |
Hamburger Sparkasse | Blz 200 505 50

Erfolgt vier Jahre nach dem Ausbruch der Großen Krise in den USA ein neuer Einbruch? Die Vermögensvernichtung auf den Immobilienmärkten hält an, die Arbeitslosigkeit steigt, die Nachfrage lässt nach. Und der Staat ist paralysiert – aufgrund der maßlosen Ansprüche der besitzenden Klassen. Der Anteil der reichsten Einkommenbezieher am Volkseinkommen stieg zwischen 1979 und heute von 2,7 auf 12,3%.
Warum Zeitenwende? Auch nach dem Crash 1929 verstrichen Jahre, bis Ausmaß und Tiefe der Great Depression langsam offenbar wurden. Analogien der heutigen mit der damaligen Weltwirtschaftskrise sind so falsch nicht. Allerdings ist Barack Obama – inzwischen im Wahlkampf für 2012 – kein Franklin D. Roosevelt, ein New Deal, der Bourgeoisie und Wall Street an die Kandare nimmt und die Lage der subalternen, prekären Teile der Bevölkerung verbessert, ist heute nicht in Sicht. Zeitenwende heißt deshalb auch: beschleunigter Niedergang des American Empire.
Die Leserinnen und Leser dieser Zeitschrift können sich ausmalen, was das hieße. Die fortlaufende Kommentierung der Krisenstrudel in Europa weist auf eine Verstärkung des »Decline« in den kapitalistischen Metropolen hin, gerade auch machtpolitisch. Stärker noch als bisher wollen wir Analysen über die Entwicklungen in China und den anderen BRIC-Staaten einbeziehen.
Die Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr in Frankreich stehen im Zeichen des Siegeszugs des Rechtspopulismus. Und der dürfte ein Jahr später in Österreich eine fulminante Fortsetzung erfahren. Das Pendant: Nicht nur in diesen beiden Ländern ist die »linke Linke« weitgehend zerfallen.
Wir sind mit einer Tendenz zu einem autoritären Kapitalismus konfrontiert, die sich in einer Entzivilisierung der Eliten – Sarrazin, Sloterdijk etc. – zeigt. Zugleich sehen wir Entwicklungen im Alltagsbewusstsein, die eine Delegitimierung des kapitalistischen Systems zum Ausdruck bringen. Es entsteht Wut ohne Adressaten und Alternativen. Daraus droht möglicherweise auch in diesem Land ein Rückfall in »völkischen Antikapitalismus«.
Im vor uns liegenden Abo-Jahr steht die Linke also einmal mehr vor immensen Herausforderungen. Wir denken, dass die Debatte im FORUM GEWERKSCHAFTEN im letzten Jahr ein Ansatz war, an neuen strategischen Orientierungen zu arbeiten. Wir wollen das nach einer Zwischenbilanz in der September-Ausgabe fortsetzen. Und wir wollen diesen Diskussionsraum auch für die politische Linke im weiteren Sinne erhalten.
Eine Zeitschrift ist die Summe ihrer Leserinnen und Leser. Es bedarf in dieser Situation – mehr noch als in den vergangenen Jahren – ihrer Beiträge, Vorschläge, Anstöße, Hinweise, ihrer Ermutigung und Kritik zugleich! In der Tatsache, dass wir in Sachen Abo-Werbung und Finanzen ebenfalls Unterstützung benötigen, hat es leider keine Zeitenwende gegeben. Deshalb bitten wir einmal mehr um:
- rasche Bezahlung der Abo-Rechnung für den nächsten Abo-Jahrgang, sofern sie diesem Schreiben beiliegt
- einmalige oder monatliche Spenden auf das Konto 1268120977,
Richard Detje-Euscher, Haspa, Blz 200 505 50 - Aufstockung des Normal- in ein Förderabonnement
- Geschenkabonnements und Geschenk eines Probeabonnements (3 Hefte für 10 Euro)
- Unterstützung durch Verteilung von Probeheften und Werbematerial, damit viele neue AbonnentInnen geworben werden können.
Wir bedanken uns im voraus!
Hamburg, im August 2011
Redaktion Sozialismus











