Aktuelle Termine

Hier informieren wir über politische Veranstaltungen und interessante andere Termine.
Hinweise und Anregungen bitte an folgende E-Mail-Adresse schicken: gerd.siebecke@vsa-verlag.de

Libertärer Autoritarismus: Wie neue faschistische Dynamiken entstehen
15. Januar 2026 | Hamburg | 19:00 Uhr | Barmbek BASCH, Wohldorfer Str. 30
Oliver Nachtwey stellt sein neues, gemeinsam mit Carolin Amlinger verfasstes Buch »Zerstörungslust – Elemente des demokratischen Faschismus« vor. Gestützt auf umfangreichen empirischen Recherchen, richten die Autor*innen ihren Blick auf jene Wähler*innen, digitalen Szenen und politischen Communities, die Donald Trump, Elon Musk oder der AfD folgen. Im Zentrum steht der libertäre Autoritarismus, eine Form autoritärer Politik, die demokratische Institutionen systematisch schwächt und zugleich individuelle Selbstermächtigung verspricht. Woher kommt die Lust an der Zerstörung? Warum wenden sich immer mehr Menschen aus der vermeintlichen Mitte Projekten zu, die demokratiefeindliche und faschistische Dynamiken befördern? Diese und andere Fragen wird der Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe sowie Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel an diesem Abend beantworten, zudem zentrale Thesen seiner Arbeit vorstellen und diskutieren, was diese neue autoritäre Versuchung für die Zukunft demokratischer Aushandlungsprozesse bedeutet.
Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg.

Streik doch einfach mit
15. Januar 2026 | Köln | 19:30 Uhr | Buchsalon Ehrenfeld, Wahlenstr. 1
Die Kolleg*innen, die 138 Tage im Kölner Bundesanzeiger Verlag, der zum DuMont-Konzern gehört, gestreikt haben und darüber in dem gleichnamigen Buch berichten, stellen ihr Buch vor. Darin geht es unter anderem um die Weigerung eines staatlich beauftragten Unternehmens, das »hoheitliche Aufgaben« im Auftrag der Bundesministerien Justiz & Finanzen verrichtet, einen Haustarifvertrag zu vereinbaren und um dessen Umgang mit seinen Beschäftigten, von den Repressalien, mit denen die Streikenden zu kämpfen hatten und den Versuchen, deren Willen mit allen Mitteln zu brechen. Berichtet wird zugleich von der Entschlossenheit der Streikenden, von der gemeinsamen Entwicklung, die alle während dieser Zeit gemacht haben. Und es wird erklärt, warum der Widerstand weitergehen muss: Weil es in diesem Streik um mehr als nur ums Geld ging, es ging um nichts weniger als um Demokratie auch im Betrieb.

Die harte Arbeit der Kuriere
15. Januar 2026 | Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5
Wie Fahrrad-Boten um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne kämpfen. Viele Menschen kochen nicht mehr selbst. Viele Menschen kaufen vieles nicht mehr selbst ein. Sie lassen sich Essen und anderes von Fahrradkurieren liefern. Dieser Markt ist in den zurückliegenden Jahren in Deutschland stark gewachsen, aber er ist auch besonders umkämpft. Die Arbeit der Menschen auf Rädern ist hart, die Löhne sind nicht gut. Über den Alltag der Fahrrad-Boten berichten in der Reihe »Göpferts Gäste« Mark Baumeister, Referatsleiter in der Zentrale der Gewerkschaft NGG in Hamburg, und betroffene Fahrer. Dabei geht es vor allem um die Auseinandersetzungen bei der Firma Lieferando, dem Marktführer in Deutschland. Dort haben sich Betriebsräte gegründet, die aktuell gegen landesweiten Stellenabbau und die Ausgliederung von Leistungen in schlechter bezahlende Subfirmen kämpfen. Das Gespräch führt der Autor Claus-Jürgen Göpfert.

Warum Marxismus?
21. Januar 2026 | Berlin | 19:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung, Mathilde-Jacob-Saal, Straße der Pariser Kommune 8A
In Zeiten wachsender sozialer Ungleichheit, ökologischer Krisen und politischer Unsicherheiten erlebt die kritische Gesellschaftsanalyse nach Marx eine neue Aktualität. Doch was bedeutet Marxismus heute? Welche Antworten kann er auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts geben? Welche Begriffe müssen heute hinterfragt oder neu interpretiert werden? Wie kann sich der Marxismus als lebendige Denktradition weiterentwickeln? Wie kann Marx heute dazu beitragen die Welt nicht nur neu zu interpretieren, sondern auch zu verändern? Der Brumaire-Verlag hat die auf 36 Bände angelegte Reihe «Edition Marxismen» mit dem Autor Ingar Solty gestartet, um zentrale Denker*innen des Marxismus auf ihre Relevanz für heute zu befragen.  Mit dem Abschluss des ersten Teils der Edition diskutieren diese Fragen Ingar Solty (Autor der »Edition Marxismen« und Referent für Außen- und Sicherheitspolitik der Rosa-Luxemburg-Stiftung), Bafta Sarbo (Sozialwissenschaftlerin und Autorin, langjährige Teamerin der Marx-Lesekreise der Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Nadja Rakowitz (Politologin und Medizinsoziologin,  arbeitet für den Verein demokratischer Ärzt*innen und ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Rosa-Luxemburg-Stiftung). Moderieren wird Joana Georg. Eine Anmeldung ist erwünscht unter linksbuendig@rosalux.org.

Karl Marx: Die Revenuen und ihre Quellen
27. Januar 2026 | Hamburg | 18:30 Uhr | LAB, Hansaplatz 10
Erster Ternin des Lesekreises mit Joachim Bischoff zu »Das Kapital - Dritter Band. Der Gesamtprozess der kapitalistischen Produktion«. Der Lesekreis diskutiert den inneren Zusammenhang der entfremdeten und verselbstständigten Formen des Kapitals, der in der Formel von der »ökonomischen Trinität« – Boden/Grundrente, Kapital/Zins und Arbeit/Arbeitslohn – zum Ausdruck kommt. Unter dieser Oberfläche des gesellschaftlichen Reproduktionsprozesses fasst sich die komplexe und verborgene Struktur der modernen bürgerlichen Gesellschaft zusammen. Nach der Entschlüsselung der verdinglichten und mystifizierten gesellschaftlichen Verhältnisse kann nach Marx auch die allgemeine politische Form des Souveränitäts- und Abhängigkeitsverhältnisses erfasst werden, also die spezifische bürgerliche Staatsform. Der Kurs wendet sich an diejenigen, die sich gemeinsam die Kapitalismuskritik von Marx aneignen und darüber diskutieren wollen, er trifft sich 14-täglich. Größere Vorkenntnisse sind nicht vorausgesetzt.
Anmeldung erbeten unter info@rls-hamburg.de.

Streik doch einfach mit
28. Januar 2026 | Berlin | 16:30 Uhr | ver.di-Bundesverwaltung,  Büchercafé, Paula-Thiede-Ufer 10
Die Kolleg*innen, die 138 Tage im Kölner Bundesanzeiger Verlag, der zum DuMont-Konzern gehört, gestreikt haben und darüber in dem gleichnamigen Buch berichten, stellen ihr Buch vor. Darin geht es unter anderem um die Weigerung eines staatlich beauftragten Unternehmens, das »hoheitliche Aufgaben« im Auftrag der Bundesministerien Justiz & Finanzen verrichtet, einen Haustarifvertrag zu vereinbaren und um dessen Umgang mit seinen Beschäftigten, von den Repressalien, mit denen die Streikenden zu kämpfen hatten und den Versuchen, deren Willen mit allen Mitteln zu brechen. Berichtet wird zugleich von der Entschlossenheit der Streikenden, von der gemeinsamen Entwicklung, die alle während dieser Zeit gemacht haben. Und es wird erklärt, warum der Widerstand weitergehen muss: Weil es in diesem Streik um mehr als nur ums Geld ging, es ging um nichts weniger als um Demokratie auch im Betrieb.

Friedensbewegung und soziale Frage
31. Januar 2026 | Aachen | 15:00 Uhr | Café Barrierefrei (ehemals Kennedygrill), Elsassstr. 57, Hintereingang
Vortrag & Diskussion mit Ulrike Eifler. Wie von manchen Beobach­ter*innen schon seit einiger Zeit befürchtet, plant die Bundesregierung zur Finanzierung ihres Hochrüstungskurses inzwischen harte Einschnitte ins soziale Netz und zu den Leidtragenden zählen neben Bürgergeldempfänger*innen, Pflegebedürftigen und Geflüchteten auch ganz normale Beschäftigte, die auf Feiertage verzichten und insgesamt länger arbeiten sollen. Vor diesem Hintergrund könnten auch und gerade die Gewerkschaften ein Interesse daran haben, den unmittelbaren Zusammenhang von Friedenspolitik und sozialer Sicherheit stärker als bislang hervorzuheben. Diese Position zumindest vertritt Ulrike Eifler. Die Friedensfrage als soziale Frage und die Rolle der Gewerkschaften möchten wir gemeinsam beleuchten und diskutieren. Ulrike Eifler ist Gewerkschafterin in Würzburg, Sprecherin des Bundesarbeitskreises Betrieb und Gewerkschaft der Partei Die Linke und Herausgeberin des Buches »Gewerkschaften in der Zeitenwende« (VSA: Verlag 2025).
Eine Veranstaltung der VVN-BdA Aachen und VHS Aachen in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW.

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