Aktuelle Termine

Hier informieren wir über politische Veranstaltungen und interessante andere Termine.
Hinweise und Anregungen bitte an folgende E-Mail-Adresse schicken: gerd.siebecke@vsa-verlag.de

Hilfloser Antifaschismus?
28.3.2026 | Stuttgart | 10:00 Uhr | Linkes Zentrum Lilo Herrmann, Böblinger Str. 105.
Wolfgang Fritz Haug, der am 23. März 90 Jahre alt wird, hat 1967 mit seiner Analyse des »hilflosen Antifaschismus« nicht nur eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Ursachen des Nationalsozialismus, sondern eine realitätstüchtige politische Abwehr des Faschismus eingefordert. Warum aber tragen heute so viele Menschen diese autoritären Dynamiken mit? Woran kann die autoritäre Rechte anknüpfen und woran ein wirkender Antifaschismus – diesen Fragen gehen Wolfgang Fritz Haug, Mario Candeias, Sebastian Friedrich, Jan Rehmann u.a. bei den Theodor Bergmann Lectures nach.

SPD im Existenzkampf
30.3.2026 | Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5.
Die Wahlergebnisse der ältesten deutschen Partei, der Sozialdemokraten, verschlechtern sich. Kann die Partei den Abwärtstrend noch stoppen – und wie könnte das gelingen? Was sind die Ursachen für den anhaltenden Verfall der SPD? Ist sie gar am Ende ihrer langen Geschichte angekommen? Darüber spricht der Historiker Peter Brandt, der 2023 ein Buch über die Geschichte der Partei vorlegte, mit dem Autor Claus-Jürgen Göpfert.

Wer hat Angst vorm Berufsverbot?
7.4.2026 | Hamburg | 19:30 Uhr | betahaus, Eifflerstr. 43.
Hamburg plant eine Regelabfrage beim Verfassungsschutz für alle neuen Beschäftigten der Stadt und gilt damit bundesweit als Vorreiter. Das Gesetz steht kurz vor der Verabschiedung. Reicht es, den Kapitalismus abzulehnen, um ins Visier des Hamburger Verfassungsschutzes zu geraten? Oder erlaubt unsere Verfassung das gerade noch? Es diskutieren Hans Peter de Lorent, Dennis Paustian-Döscher, Benjamin Ruß, Olaf Schwede und Sarah Timmann.

Am Rande der Gesellschaft 
9.4.2026 | Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5.
Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich Joachim Brenner im Förderverein Roma für Sinti und Roma aus Ländern wie Bulgarien und Rumänien. Sie leben in Deutschland, gerade in der Großstadt Frankfurt, oft unter schwierigsten Umständen, auch auf der Straße. Sie betteln, um irgendwie überleben zu können. Seit Langem fordert der Förderverein vergeblich die Errichtung eines Kultur- und Gemeindezentrums für Roma. Brenner setzt sich auch dafür ein, dass die Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma endlich anerkannt wird. Viele von ihnen waren vom nationalsozialistischen Gewaltregime in Konzentrationslagern ermordet worden. Das Gespräch führt der Autor Claus-Jürgen Göpfert.

Rechter Lifestyle
11.4.2026 | Bonn | 19:00 Uhr | Buchhandlung Le Sabot, Breite Str. 76.
Der Aufschwung der (neuen) Rechten ist leider unübersehbar – wer ein Teil davon ist aber schon. Die Zeiten, in denen sich Rechtsradikale ausschließlich mit Glatze, Springerstiefel und Bomberjacke zeigten, sind vorbei. Sie tragen hippe Klamotten, hören Rap-Musik oder backen auf Instagram. Der Vortrag »Rechter Lifestyle« von Basti Drumm informiert darüber, wie man Rechte erkennen kann und wie weit ihre Strukturen in die vermeintliche Mitte der Gesellschaft hineinreichen.

Kaffee statt Koks
13.4.2026 | Hamburg | 18:00 Uhr | Handelskammer, Adolphsplatz 6. 
Solidarische Wirtschaft als Gegenmodell zur Drogenökonomie. Beides, Kaffee und Kokain, wird im Hamburger Hafen in großen Mengen gehandelt und in der Stadt konsumiert. Wie ist die Situation der indigenen Gemeinden im Cauca mit dem Drogenhandel und der Drogenpolitik in Hamburg verknüpft? Was sind solidarische und transnationale Antworten auf illegale Ökonomien und ihre Gewalt? In der Veranstaltung sprechen Nini Daza, Oberste Rätin des CRIC, und Manuel Bustos von der indigenen Kaffeekooperative CENCOIC über die Herausforderungen der Gemeinden und die Alternativen, die sie aufbauen. Inklusive Ausschank von Kaffeespezialitäten aus dem Cauca. Weitere Termine: 15.4.2026 in Berlin, 19:00 Uhr, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A; 17.4.2026 in Hannover, 18:00 Uhr, Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4; 18.4.2026 in Frankfurt a.M., 16:00 Uhr, medico-Haus, Lindleystraße 15

Unterfinanziert und prekär: Wie soziale Teilhabe sichern? 
16.4.2026 | Köln | 16:30 Uhr | Alte Feuerwache Köln, Große Halle, Melchiorstr. 3.
Die soziale Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen steht aktuell unter massivem Druck. Einrichtungen der Behindertenhilfe und Eingliederungshilfe berichten von dramatischen Finanzierungslücken, weil tariflich vereinbarte Personalkosten durch öffentliche Leistungsträger nicht vollständig refinanziert werden. Über die Unterfinanzierung sprechen u.a. Wolfgang Thiems (Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben NRW), Bärbel Brüning (Lebenshilfe NRW) sowie Uwe Stegemann (Sozialhummel gGmbH). Online-Teilnahme per Zoom möglich: zoom.assistenz-kollektiv.de.

Jenseits der Staatsraison
16.4.2026 | Rostock | 19:00 Uhr | Peter-Weiss-Haus, Kartenraum, Doberaner Str. 21.
Charlotte Wiedemann spricht über Palästina, Erinnerungspolitik und die Herausforderung universeller Solidarität. Dabei verbindet sie in ihrem Vortrag Gedanken aus ihrem Buch »Den Schmerz der Anderen begreifen. Holocaust und Weltgedächtnis« mit aktuellen Beobachtungen zur Nahostpolitik. Dazu gehört eine kritische Bewertung von Narrativen zur Geschichte des Zionismus und des palästinensischen Kampfes um Selbstbestimmung.

Kapitalistische Krise und die Entwicklung nach rechts
18.4.2026 | Frankfurt a.M. | 11:00 Uhr | Saalbau Schönhof, Rödelheimer Str. 38.
Die marxistischen/sozialistischen Zeitschriften LuXemburg, Marxistische Blätter, Sozialismus.de und Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung laden gemeinsam zu diesem Ratschlag mit Inputs von Nicole Mayer-Ahuja, Kim Lucht, Heinz Bierbaum, Joachim Bischoff, Gerd Wiegel, Frank Deppe, Alex Demirovi, Thomas Hagenhofer, Timo Reuter, Ingar Solty u.a. ein. Mehr Infos und Anmeldung erbeten unter pretix.eu/ratschlag/gegen-rechts/.

Sergio Bologna im Metropolis
19.4.2026 | Hamburg | 17:00 Uhr | Metropolis Kino, Theaterstr. 10.
Ein Abend mit dem Theoretiker Sergio Bologna zur Geschichte des Operaismus der 1960er- und 1970er-Jahre. Zu Beginn werden zwei Kurzfilme gezeigt: Zum einen Fata Morgana (1962) von Lino del Frau und »Scioperi a Torino« (1962) von Carla und Paolo Gobetti. Weiterer Termin: 16.4.2026 in Berlin, 19:00 Uhr,//:about blank, Markgrafendamm 24c.

Künstliche Intelligenz oder natürliche Resilienz?
20.4.2026 | Online | 18:00 Uhr | Zoom
Digitalisierung und digitale Transformation von Schule und Unterricht verändern sowohl das Lernen selbst wie das generelle Verständnis von Bildung. Schulen sind dabei nicht nur attraktive Absatzmärkte für Tech-Konzerne. Wichtiger noch ist die Option, die Erwartungshaltungen und Handlungsmuster junger Menschen zu prägen. Was muss man jungen Menschen vermitteln, damit sie Digitaltechniken beherrschen, ohne von ihr beherrscht zu werden? Mündig und reflektiert Handeln zu können ist ja Aufgabe von Schule und Ziel des Unterrichts. Ein Vortrag von Dr. Rald Lankau. Online: https://us02web.zoom.us/j/89363610125.

Streik doch einfach mit! 
23.4.2026 | Ulm | 17:30 Uhr | Gewerkschaftshaus am Weinhof, Engeldamm 62–64.
138 Tage wurde im Kölner Bundesanzeiger Verlag gestreikt. Von der Weigerung des Unternehmens zu verhandeln, von den Repressalien, mit denen die Streikenden zu kämpfen hatten und den Versuchen, deren Willen mit allen Mitteln zu brechen, erzählen die Autor*innen des Buches »Streik doch einfach mit!«, das im VSA: Verlag erschien. Weiterer Termin: 27.4.2026 in Krefeld, 19:00 Uhr, AfA Krefeld, Ort noch offen.

»Trumps Triumph?«
23.4.2026 | Suhl | 19:00 Uhr | Kulturbaustelle, Friedrich-König-Str. 35.
Der neue US-Präsident ist der alte. Aber die Kräfte um Donald Trump sind diesmal besser vorbereitet als 2016 und die historische Konjunktur eines postliberalen Kapitalismus begünstigt nationalistische Politik. Was also haben die Amerikanerinnen und Amerikaner – und was hat der Rest der Welt zu erwarten? Ein Vortrag von VSA: Autor Ingar Solty. 

Nazismus und aktuelle Faschisierung
23.4.2026 | Hamburg | 18:30 Uhr | Universität Hamburg, Mittelweg 177. 
Eine Diskussion mit Jan Rehmann über seinen »Nazismus« im Historisch-Kritischen Wörterbuch des Marxismus (HKWM), verbunden mit einer aktuellen Analyse gegenwärtiger Faschisierungsprozesse. Ausgehend von klassischen Faschismustheorien wird versucht, Ähnlichkeiten und Unterschiede zu identifizieren. Um Anmeldung unter info@masch-hamburg.de wird gebeten. Die Angemeldeten erhalten dann den Artikel zur vorherigen Lektüre zugesandt. Der Raum wird auf der MASCH-Homepage bekannt gegeben.

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