Aktuelle Termine
Hier informieren wir über politische Veranstaltungen und interessante andere Termine.
Hinweise und Anregungen bitte an folgende E-Mail-Adresse schicken: gerd.siebecke@vsa-verlag.de
Antisemitismus und die Neue Rechte
30.7.2026 | Berlin | 18:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A.
Antisemitismus ist für die extreme Rechte konstitutiv, kann jedoch nach der Shoah und der NS-Erfahrung nicht mehr in gleichem Maße offen kommuniziert werden, wie das noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Fall war. Dennoch finden sich auch hier Versatzstücke antisemitischer Ideologie und in zahlreichen neurechten Diskursen wird an antisemitische Verschwörungsmuster angeknüpft. Wo zeigen sich diese Versatzstücke, wie passen sie sich in Themen der Neuen Rechten vom Geschichtsrevisionismus bis zur Migrationsabwehr ein und welche Funktion haben sie für die Ideologie dieser Spielart der extremen Rechten? Die Veranstaltung mit Gerd Wiegel findet im Rahmen der Reihe Salon Bildung 2026 statt.
Hamburg für Neue
5.9.2026 | Hamburg | 10:30 Uhr | Barmbek Basch, Wohldorfer Str. 30.
Speed-Dating zu linker Politik mit Referent*innen aus der Partei Die Linke, der Bürgerschaft und der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Mit Vorträgen zu Feminismus von links, Mietenkampagne und zu Mobilität in der Großstadt. Mehr Informationen und Anmeldung unter www.die-linke-hamburg.de.
Wie Donald Trump die Welt in Atem hält
10.9.2026 | Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5.
In der Reihe »Göpferts Gäste« spricht der Historiker, Politikwissenschaftler und Amerikanist Bernd Greiner unter anderem über den Iran-Krieg, Trumps Intervention in Venezuela, sein Vorgehen gegen Grönland und Kuba.
Aufrüstung & Sozialabbau: Wer zahlt den Preis?
14.9.2026 | Hamburg | 19:00 Uhr | Gewerkschaftshaus Hamburg, Besenbinderhof 60
Ingar Solty diskutiert auf einer Veranstaltung des ver.di-Landesbezirks Hamburg über die Bedeutung der Rüstungspolitik, über die Konsequenzen der geplanten »Kriegsertüchtigung« für Beschäftigte sowie über den geplanten Abbau sozialer Leistungen und Rechte. Und natürlich über mögliche Alternativen.
Reformstau? Reformlüge!
15.9.2026 | Gera | 18:00 Uhr | Wahlkreisbüro Andreas Schubert und Mandy Eißing, Markt 12a.
Was bedeuten die Maßnahmen des Beitragsstabilisierungsgesetz der Gesetzlichen Krankenkasse für das Gros der Versicherten, welche Folgen haben sie für die Patienten und Patientinnen? Ein Gespräch über den verheerendsten Umbau des Gesundheitssystems mit Ulrike Baureithel.
50 Jahre Deutscher Herbst
14.9.2026 | Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Haus am Dom, Domplatz 3.
Im Gespräch mit Claus-Jürgen Göpfert geht es Wolfgang Kraushaar darum, was uns die Tagebücher von Hans-Joachim Klein (Mitglied der Revolutionären Zellen und beteiligt am OPEC-Überfall 1975 in Wien, der sich später vom bewaffneten Kampf lossagte), heute noch zu sagen haben. Und es geht auch um die zahlreichen ungeklärten Morde der RAF 50 Jahre nach dem Deutschen Herbst 1977.
Sächsische Separatisten als Beispiel für Rechtsterrorismus
15.9.2026 | Pirna | 18:00 Uhr | K2-Kulturkiste, Schössergasse 3.
Seit Januar 2026 stehen acht mutmaßliche Mitglieder der Sächsischen Separatisten vor Gericht. Die Gruppe soll insgesamt bis zu 20 Personen umfassen. Ihnen wird vorgeworfen, »ein am Nationalsozialismus ausgerichtetes Staats- und Gesellschaftswesen« (Bundesanwaltschaft) errichten zu wollen. Diese politischen Hintergründe beleuchte Steven Hummel und Kerstin Köditz.
Staatsräsonfunk?
16.9.2026 | Saarbrücken | 18:00 Uhr | Nauwieserst. 19.
Fabian Goldmann, Journalist, Medienkritiker und Autor, diskutiert das Verhältnis der Deutschen Medien und dem Genozid in Gaza. In seiner Recherche schaute er sich tausende Beiträgen aus deutschen Leitmedien wie Tagesschau, Spiegel, BILD und taz an und kommt zu dem Schluss, dass die deutschen Leitmedien nach dem 7. Oktober 2023 die tödliche Realität in Gaza systematisch verharmlost, gerechtfertigt oder ausgeblendet haben.
Eine vergessene Allianz?
16.9.2026 | Rendsburg | 19:00 Uhr | Jüdisches Museum, Prinzessinstr. 7–8.
Seit dem 19. Jahrhundert bis weit in das 20. Jahrhundert hinein bestand eine Allianz zwischen beträchtlichen Teilen der jüdischen Emanzipationsbewegungen und der sozialistischen und Arbeiter*innenbewegung. Nadia el Querghemmi, Florian Wilde sowie Florian Weis erinnern an dieses Zusammenwirken und ziehen Lehren für die heutige Linke.
Außerdem am 17.9.2026 in Kiel, 19:00 Uhr, Hansastr. 48.
Stoppt den Kahlschlag!
24.9.2026 | Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5.
Am 26. September gibt es in zahlreichen Städten den bundesweiten Aktionstag der Gewerkschaften gegen Sozialabbau. Reicht das, um die sozialen Errungenschaften zu verteidigen? Oder müssten die Gewerkschaften nicht viel stärker und breiter mobilisieren? Dazu äußert sich Wolfgang Däubler, em. Professor der Universität Bremen und Berater von Gewerkschaften, im Gespräch mit Claus-Jürgen Göpfert.
Das Christentum und die extreme Rechte
24.9.2026 | Bonn | 19:00 Uhr | Haus der Evangelischen Kirche, Adenauer Allee 37.
Welche Taktiken wählt die extreme Rechte bei ihren versuchten Brückenschlägen in christliche Kreise? Welche kritischen Themenfelder lassen sich identifizieren? Vortrag von Hans-Ulrich Probst (Eberhard Karls Universität Tübingen) mit anschließender Diskussion über gegenwärtige Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit extrem rechten Strömungen. Anmeldung unter https://termine.ekir.de/d-1011177.
Hart verdient!
26.9.2026 | Bundesweit
Der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften rufen unter dem Motto »Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.« zu einem bundesweiten Aktionstag auf. Mehr Informationen unter www.dgb.de/mitmachen/kampagnen/aktionstag-sozialstaat/
Die aktuelle Lage in Mittelosteuropa
29.9.2026 | Berlin | 10:00 Uhr | Karl-Liebknecht-Haus, Kleine Alexanderstr. 28.
Während mit Péter Magyar als neuem Ministerpräsidenten die Chance auf ein Ende der autoritären Politik Viktor Orbans in Ungarn gibt, kamen in Tschechien unter Andrej Babiš rechte Parteien in die Regierung und auch in der Slowakei bildete Robert Fico mit rechtsnationalen Kräften eine Koalition. Florian Wisotzky, Referent für Ost- und Mittelosteuropa der RLS, bewertet dieses Entwicklung. Eintritt 2 Euro.
In Rosas Schatten
29.9.2026 | Berlin | 18:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A
Holger Politt, langjähriger Leiter des Warschauer Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung und gemeinsam mit Krzysztof Pilawski Herausgeber des Buches »Rosa Luxemburg: Spurensuche. Dokumente und Zeugnisse einer jüdischen Familie«, führt in die Ausstellung ein, die sich den vier Geschwistern Rosa Luxemburgs widmet, deren Lebenswege eng verwoben sind mit dem dramatischen Schicksal polnischer Juden im 20. Jahrhundert.
Die USA zwischen Iran-Krieg, Wahljahr und Schuldenstaat
29.9.2026 | Hamburg | 19:00 Uhr | Zentralbibliothek der Öffentlichen Bücherhallen, Am Hühnerposten 1.
Wie belastbar sind die transatlantischen Beziehungen in einem Moment, in dem die USA gleichzeitig außenpolitisch unter Eskalationsdruck stehen, innenpolitisch immer stärker polarisiert sind und fiskalisch an Grenzen stoßen? Darüber sprechen Marco Overhaus und Malte Lehming, moderiert von Siri Keil.
Staatsfeinde
30.9.2026 | Dresden | 19:00 Uhr | Evangelische Hochschule, Dürerstr. 25.
Stefan Wellgraf stellt sein Buch »Staatsfeinde« vor, in dem er die gängigen Erklärungsmuster zu rechter Gewalt hinterfragt. Anhand der Werdegänge ehemaliger Skinheads und Hooligans beleuchtet er die Geschichte und Gegenwart rechter Subkulturen in Ostdeutschland und fragt, wie der Boden für die Wahlerfolge rechtsradikaler Parteien bereitet wurde.
Schon mal vormerken:
»Der deutsche Stalinismus«
19.10.2026 | Berlin | 18:30 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A
Die Linkspartei-Vorsitzende Ines Schwerdtner stellt gemeinsam mit Jörn Schütrumpf das von diesem herausgegebene Buch vor, in dem die Politikerin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin (1857–1933) in zwei erstmals veröffentlichen Briefen mit dem Stalinismus innerhalb der KPD abrechnet.
Hoffnung in dunklen Zeiten
20.10.2026 | Berlin | 18:30 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung,
Straße der Pariser Kommune 8A.
Vorstellung des neuen Buches von Dieter Klein zusammen mit der Vorsitzender der Partei Die Linke, Ines Schwerdtner, in dem der inzwischen 95-Jährige sich auf die Suche nach einer Großen humanistischen sozialistischen Erzählung begibt.
Vorab-Vorschau auch auf den November:
Arbeit. Bildung. Ermächtigung?
Neue Perspektiven auf die Bildungsgeschichte von Arbeiter*innen
11. bis 13.11.2026 | Halle (Saale) | Franckesche Stiftungen, Englischer Saal (Haus 26), Franckeplatz 1
Konferenz, der German Labour History Association in Kooperation mit Friedrich-Ebert-Stiftung, Hans-Böckler-Stiftung und Rosa-Luxemburg-Stiftung. Diskutiert wird u.a. über folgende Themen: Bildungsmaßnahmen für Erwerbslose (1914–1933); Arbeiter*innenbildung in der DDR; Kontroverse um die sozialistische Kinder- und Jugendbildung im Wilhelminischen Deutschland; Praxis der Arbeiter*innenbildung um 1900; Bürgerliche Sozialreform und Arbeiter*innenbildung (Deutschland und die USA im Vergleich, 1860–1920); Bildungspraxis im Karlsruher Arbeiterdiskussionsklub; Die FIM-CISL und die Entstehung einer neuen Gewerkschaftskultur; Gewerkschaftliche Adressierung und Eigensinn junger Arbeiter*innen in der frühen Bundesrepublik (1948–1955); Wissensvermittlung in der englischen Genossenschaftsbewegung (1850–1870); Politische Bildung zu Anti-/Militarismus in der Zeitschrift »Die Gleichheit« (Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen, 1892–1923); Der »Werkkreis Literatur der Arbeitswelt« zwischen kollektiver Literaturproduktion und politischer Bildungsarbeit; »Arbeit und Leben« in der Transformation; Informelle Lernprozesse, Selbstermächtigung und politisches Handeln in der Fraueninitiative Rheinhausen (1987/88). Referent*innen und das detallierte Programm unter www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/1O3TI/arbeit-bildung-ermaechtigung. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 20.10.2026 per Mail an wiede@unitrier.de.

