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David Harvey

Der "neue" Imperialismus: Akkumulation durch Enteignung

Supplement der Zeitschrift Sozialismus 5 / 2003

40 Seiten | 2003 | EUR 4.20
ISBN 3-89965-904-X

 

"Der Kapitalismus steht unter dem Druck, die Umschlagszeit zu senken, die Zirkulation des Kapitals zu beschleunigen und folglich den Zeithorizont der Entwicklung zu revolutionieren. Aber dies gelingt nur durch langfristige Investitionen (z.B. in die bebaute Umwelt, in ausgefeilte und stabile Infrastrukturen für Produktion, Konsumtion, Austausch, Kommunikation und Ähnliches). (...)
Der Kapitalismus steht unter dem Druck, alle räumlichen Barrieren zu eliminieren, Raum durch Zeit zunichte zu machen (Marx), aber dies kann nur durch die Erzeugung eines fixen Raumes gelingen. Dadurch erzeugt der Kapitalismus eine geographische Landschaft (...), die für seine eigene Akkumulationsdynamik zu einem bestimmten Moment seiner Geschichte geeignet ist, nur um diese geographische Landschaft wieder zerstören und zu einem späteren Zeitpunkt erneut aufbauen zu müssen, um sie der Akkumulation anzupassen."
(David Harvey)

David Harvey ist Professor im PhD-Programm für Anthropologie am CUNY Graduate Center in New York. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Urbanisierung, Umwelt, Geographie, Gesellschaftstheorie, Politische Ökonomie der entwickelten kapitalistischen Länder. Originaltitel des Beitrags: The "New" Imperialism: Accumulation by Dispossession. Aus dem Amerikanischen von Ingar Solty, Marburg.

Inhalt:

Die "raum-zeitliche Bindung" und ihre Widersprüche

Innere Widersprüche

Vermittelnde, institutionelle Arrangements für das Drängen nach Macht über den Raum

Akkumulation durch Enteignung

Der "neue Imperialismus"?

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